Was hängt denn da?

Jetzt dürfen wir … jetzt dürfen wir endlich über Weihnachten schreiben, wir dürfen schreiben: Weihnachten ist ja im nächsten Monat. Ist auch so. Sonst hätten wir schreiben müssen: Bald wieder, wenn Weihnachten ist … Und was fällt uns als Erstes zu Weihnachten ein, wenn wir das Klischee leuchtende Kinderaugen überstrapaziert ist? Richtig …

Flauschige Holzanhänger.

Halleluja, genau das. Denn nichts liegt näher bei der Erwähnung des Materials Holz als das Adjektiv flauschig. Mehr noch, das Adjektiv flauschig wurde vom Christkind und seinem Vater geradezu geschaffen, um sich mit Holz zu vermählen. Einige sagen sogar, das Wort Holz werde gar nicht mehr ohne den Zusatz flauschig ausgeliefert. Meint jedenfalls mein örtlicher Holzhänder Harald B. Flausch. Und der muss es wissen, der ist am 24. Dezember geboren worden, der hat einen Flausche(!)-Bart.

Geht’s noch?, möchte man den Pinslern dieser Geschenk-Deko-Krabbelkiste, Bildchen von Klaus H., wie immer mit Dank, zurufen. Habt ihr nicht mehr alle Nadel auf der Tanne? Brennt der Baum, rein intellektuell?

Nehmt euch mal ein Beispiel an den Engländern, den Franzosen und den Spaniern. Die texten richtig …

Dekorative Hängerchen für Weihnachten, sagt der Mann aus Paris, Schmuck zum Aufhängen, der Spanier nüchtern. Und noch klarsichtiger macht es der Engländer: Was zum Aufhängen. Steht alles unter der deutschen Wirrniss.

Und warum das Ganze? Weil, so vermute ich, in den Kisten etwas Flauschiges ist (China, 2017), das man in China 2017 maschinell an etwas Holziges geklebt hat. Da reicht Hängerchen vollkommen aus. Oder auch: Baumschmuck für Menschen, die die Diddl-Maus für einen dekorativen Mitbewohner halten.

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