Die Sindflut

Das Traurige an dieser Nachricht ist, dass sie wahr ist. Da steht man vor dem Café, Gaumen und Geist brüllen nach Espresso, Lektüre und Gespräch – und dann das. Der Italiener macht Urlaub. Darf der das? Ist das abgesprochen? Hilft da sein munteres CIAO am Ende aus der Depression?

Nein. Der darf das nicht.

Ach so, Sie meinen, ich hätte das Bildchen geknipst, weil sich da ein Fehler eingeschlichen hat? Muss das nicht sind heißen statt sint? Kann man diesen Leuten nicht mal die Grundbegriffe des geschriebenen Deutsch beibringen. Sie Schreiber, Sie, sonst halten Sie doch allen irgendwas vor, und nicht zuletzt irgendwelche Flexions-Tabellen, Sie!

Wissen Sie, wie egal es mir ist, wenn Nicht-Muttersprachler Fehler machen? Die  Botschaft ist doch klar. Zu. Chiuso. Closed. Geschlossen. Oder auch: Wir sint(!) an toskanischen Gestaden – und nach uns die Sintflut. 

Na, also, das meinte er.

2 Kommentare zu "Die Sindflut"

  1. Leif-Ove Murayama | 3. August 2017 um 9:41 | Antworten

    Ich halte es wie Gaugin, van Gogh, Wilde, Poe oder Hemmingway: Darauf einen Absindh.

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*