Wörtlich betrachtet

Kauf ich mir doch eine neue Teekanne, Sterling-Silber muss es sein, englisches, um der Dame Königin ein wenig näher zu sein, die ihren Tee, wie ich neulich gelesen habe, milk in first trinkt. So sind’s die Briten, immer ein wenig spinnert. Mal ehrlich, ein Volk, dessen Repräsentaten Milch in den Tee geben, wollen wir doch nicht in der EU, oder?

Joke by site, please, we are not amjuhsd. Blättere also, teekannensuchenderweise – ein welteinmaliges Wort, isn’t it? – durch eBay*, das Kaufhaus der Armen dieses Landes, und finde (1) rein bildlich eine Kanne, die mir zusagt, und lese (2), rein textlich, dass ich mir doch, rein bildlich, ein Bild vom Zustand der Kanne machen solle. Viele große Bilder, stimmt. Und dann lese ich …

… damit sich jeder Käufer wörtlich ein Bild vom Zustand und der Qualität machen kann.

Heißa, ein Brite, der da anbietet? Ein Joke auch im Text? Dieses leicht Verschmitzte, sich selbst auf den Arm nehmende?

Nein, 55743 Idar Oberstein, Rheinland-Pfalz. Guter Scherz. Gefällt mir – und Ihnen hoffentlich auch.

Ein feinstes Wochenende Ihnen, mit dem Versprechen, am Montag wieder ernsthafter zu werden und lehrreicher. Es wird eine längere Geschichte werden, Walter Scheel wird vorkommen und ein Gasthaus in Österreich mit einem ziemlich italienischen Namen.
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Non scholae … Unterm Strich was fürs Leben
* Sie wundern sich über die
Schreibung von eBay? Hey, Kleinbuchstabe am Anfang eines Nomens? Lassen wir zu, ohne Frage. Ist nun mal ein Eigenname, der sonst nicht weiter auffällt. Sagt mein iPhone, mein iPad stimmt zu. Duden übrigens auch, wenn auch mit leichtem e-Moll-Ton auf der e-Moll-Tonleiter. Und was ist mit der elektronischen Post? Da lassen wir exakt eine Schreibweise zu, und die geht so: E-Mail. Und diesen Text dürfen Sie gern e-mailen. 

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