Das Key-Piece der Herrenmode

160524_Jogging01Heute morgen noch schnell die passende Bekleidung für die offizielleren Anlässe des drohenden Urlaubs gesucht, für den Besuch beim Bürgermeister, den Gang ins Museum oder das Essen im Dreisterner. Ebay hilft da immer. Ich finde das Richtige gleich auf der Ebay-Startseite, und ja, wir lieben Jogginghosen, das stimmt, ich auch. Für die habe ich mich dann aber doch nicht entschieden – und nun kommen wir endlich zum Thema dieses heutigen kleinen, feinen Tagebuchs.

Denn schauen Sie mal, was mir diese feine Hose entgegenhält. Das mit der Couchpotatoe ertrage ich ja noch. Das hat sich irgendwie so eingegroovt(!) ins Deutsche – boah, ey, voll mega die Couchpotatoe, ey! Aber dann? Herrschaftszeiten, ich steige aus. Ich verstehe nichts mehr.

Ich lese: Die Jogginghose ist zum Key-Piece geworden, Schlüssel-Stück der Streetstyles? Gym-Bags? Snapback Cap? Ich bekenne, ich bin nicht mehr im streetstylekompatiblen Alter, aber ich will zumindest wissen, was dieser Bag (Tüte, Tasche) und dieser Cap (Mütze, Kappe) sind. Warum wird es in gewissen Kreisen gesellschaftsfähig, eine bestimmte Mütze oder Tasche zu tragen, und warum ist nur eben diese eine so bedingungslos notwendig?

Und noch etwas, Damen- und Herrschaften von Ebay, das war heute morgen die Aufschlagseite auf meinem iPad. Wenn ich es schon nicht verstehe, wie viele andere meines Alters schalten da ebenso ab – auch jene, für die die Jogginghose Homestyle(!) ist?

Ich habe mich dann für eine andere entschieden. Sehen Sie hier.

160524_Jogging02Ein paar Tage nicht da.

Geht das Packen für die Reise also schnell, Jogging rein, ein paar andere coole Accessoires dazu, Cap auf – und fertig ist der Bag. Sie werden mich also ein paar Tage lang nicht lesen, Mode-Urlaub Milano. Wenn Sie mich gar nie wieder lesen sollten, hat mich die Mode-Polizei verhaftet. Oder der Bürgermeister. Oder mir hat der Betreiber des Dreisterners mit der Bratpfanne vermittelt, dass Style und Stil zwei verschiedene Paar Key-Pieces sind … oder so.

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Nun make s’il vous plait mal une point

160624.PunktDas komme ihm etwas spanisch vor, schreibt mein Sohn als Kommentar zu dem Bild, und ich freue mich, dass er spanisch kleingeschrieben hat, wie es richtig ist. Dann lese ich dieses Schildchen, das er im Bochumer Mercure Hotel City aufgenommen hat, ein paar Mal; ich suche das Spanische(!), die spanischen Wörter, erkenne aber nur Deutsch, Englisch und Französisch.

Mache mir eine Notiz, noch mal mit den Lehrern meines Sohnes zu reden – das Abitur in Bayern ist auch nicht mehr das, was es mal war.

Aber nun mache ich mal einen Punkt; dieses Familieninterne geht Sie schließlich nichts an. Und suche den Punkt, ja den Punkt in den Sätzen.

Im Brandfall bitte den Aufzug nicht benutzen Fluchtweg über Treppenraum Upps. Punkt. Da fehlt doch was … Und was ist Treppenraum? Meint man Treppenhaus?

Gut, den Punkt, den der Pinsler dieses Schildchen oben vergessen hat, fügt er im Englischen nach. In case of Fire. Aha, ein Satz. Klein weiter please do not use the elevetors Fire (wieder groß, auch wenn ein Punkt fehlt) exit use staircase Kein Punkt.

Auch wenn das Englische meine Muttersprache nicht ist, ahne ich, dass der Satz nicht stimmt, der Satz nach Fire exit …

Beim Französischen halte ich auf den ersten Blick alles für richtig … aber der Punkt? Und die Sperrung. Wer setzt das bitte in Blocksatz (sentence en bloque, block sentence)? Warum diese Zwischenräume? Und warum hat eine Hotelkette niemanden, der da mal eben drüberschaut?

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Und noch einer …

2016-05-19 23.02.40Es ist mir vollkommen wuppe, was sie ist; es ist mir vollkommen wuppe, was sie sagt. Sie sagt es öffentlich – und sie sieht irgendwie nicht deutsch aus. Aus diesem Grund, und weil sie im Morgenmagazin von ARD und ZDF Stellung bezieht, stürzt sich ein Hetzer auf Dunya Hayali. Die hat diesen Brief öffentlich gemacht – und gleich meinen Job übernommen. Ein paar der Fehlerlein des Nazilein sind angestrichen. Danke, Frau Hayali; sie hat diesen Brief in Facebook einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ich veröffentliche diesen Brief hier, weil ich ihn für ein Dokument der Zeitgeschichte, Stand Mai 2016, halte. Ein Zustandsbericht voller Hass – und in sehr fehlerhaftem Deutsch, dabei formal fast korrekt.

Frau Hayali wurde auch bekannt durch eine sehr engagierte Rede bei der Verleihung der Goldenen Kamera 2016; weitere dieser Hetzer-Schriften gegen andere oder ganz allgemein, finden Sie, wenn Sie in meinem Tagebuch einfach das Wort Hetzer suchen.2016-05-19 23.02.28

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Waschen und legen, bitte, für ein Wochenende als George Clooney

160520_NachhairIn der sicherlich unendlichen Reihe Der Friseur sucht einen Namen für seinen Laden sehen Sie heute den Versuch einiger Schnippler, dem Englischen zu entgehen (na, halbwegs zumindest) und Anklänge an historische Figuren mit extrem miesem Beigeschmack zu vermeiden, das Beispiel dafür finden Sie hier.

Meine Einschätzung: Na ja.

Bemerkenswerter als vor&nachhair (was in der Tat ein nettes Wortspiel ist) finde ich indes die Unterzeile an der Scheibe: Entdecke den Star in dir. Wie muss ich mir das vorstellen? Ich komme mit locker verteilter Rest-Zauselei auf dem edlen Haupt in die Stätte edler Haarkunst, winke mit zwei Hunderten und sage: Ey, Figaro, mach ma Star!

Danach machen vier Künstler zu Prosecco und miesem Espresso macchiato (aber mit Caramelo-Zicchorie-Flavour und laktosefreier Milch) an mir rum und nach zwei Stunden stehe ich als George Clooney oder Jack Nicholson aus dem Barbierstuhl auf?

Glaubt jemand einen solchen Blödsinn oder bin ich zu alt, die Botschaft zu verstehen?

Ich glaube an ein schönes Wochenende, sagt jedenfalls der hiesige Wetter-Mann, der sich Wetterochs nennt. Mit Verlaub, das ist ein Name!

Ihnen feine Tage …
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Neues vom Hausmeister

Screenshot 2016-05-19 07.55.50Ich empfand in diesem kurzen Anriss eines Textes den Begriff orthografischer Hausmeister sehr nett. Wirklich. Er trifft mich etwas, aber über allem steht die Anerkennung dafür, den Begriff geprägt zu haben, liebe Zeit.

Aufmerksam machen will ich Sie heute auf die Kolumne meines verehrten Kollegen Christoph Drösser, erschienen in der Zeit im August 2015. Asche auf mein Haupt!, hätte ich auch früher schon zeigen können, ich Hausmeister, ich!

Und nun? Nun klatsche ich den Knupf zu dieser Kolumne in mein Tagebuch und fertig ist die Laube! Hier ist der Knupf, und hier dazu ein paar Leseanreize.

  • Im ersten Duden hieß es 1880: »Bei Eigennamen ist es nicht erforderlich, das S des Genitivs durch einen Apostroph abzutrennen.« Thomas Mann hat sich trotzdem nicht immer daran gehalten. Der Schreiber dieser Zeilen: Wusste ich so nicht.
  • Der Genitiv-Apostroph ist also kein Anglizismus, auch wenn das Englische zu der neuerlichen Epidemie beigetragen haben mag. Der Schreiber dieser Zeilen: Ja, das ist klar. Wir nehmen ja nicht alles aus dem Englischen, wir bemühen uns, nur das okaye(!) Englisch zu übernehmen.

Wie dem auch immer sei, Drösser’s(!) Anmerkungen sind kurz und prägnant – und für ein Ende der Schreierei um das Genitiv-Apostroph, vor allem bei Eigennamens-Schöpfungen, habe ich mich hier schon öfter startk gemacht.

So, der Hausmeister geht jetzt mal in seinen Raum 34.2. Duden abstauben steht auf der Tagesordnung.

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Ich bin konfitürt

160512_Hetzer05Manchmal, ja, manchmal denke ich, ich rufe so ein kleines Nazilein* an und biete ihm eine Woche kostenlosen Deutschunterricht ab, wenn er sich eine Woche lang jegliche Hetze verbietet. Und dann versage ich mir diese soziale Tat, weil ich nicht will, dass dieser Dreck auch noch in besserem (von richtigerem will ich nach einer Woche nicht reden) Deutsch daherkommt. Lass ich es also und vertrete weiterhin die steile These: Je doofer – je hetzer!

Der hier, Hetzer fünf in meiner kleinen Reihe, erheitert uns besonders mit seiner Konstruktion zur Marmelade, also Konfitüren, respektive konfitüren als Verb, das etwas Gebildetere (ja, das können sogar die AfD-Mannen und -Frauen richtig schreiben) als konvertieren schreiben würden, von convertere, glaube ich, Lateinisch für hinlenken, drehen. Beachten Sie auch den Kommentar unter der Ansicht des Schreibers: Mein Frühstücksbrötchen ist zum Islam konfitürt.

Geneigte Leser dieses kleinen, feinen Tagebuchs wissen, dass ich jedes neue Verb willkommen heiße. Hier stelle ich mich mal als Pressesprecher der weltweiten Konfitüren-Verbands gegen die Verbisierung, mit aller Macht.

Sie wollen die anderen Hetz-Schriften auf dieser Seite noch einmal ansehen. Dann klicken Sie bitte weiter unten, für …

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Non scholae … Unterm Strich was fürs Leben
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Der Ausdruck Nazilein ist leider nicht von mir. Hier gebührt dem Kabarettisten Bülent Ceylan alle Ehre. Wenn Sie sich noch einmal seinen wirklich wunderbaren Auftritt zum Thema rechte Hetzer – deutsche Sprache ansehen wollen, lehnen Sie sich zurück, nachdem Sie hier geklickt haben, etwa ab 1:03 Minuten.

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Könnte ich noch eine von Ihren irre okayen Würsten haben?

160509_Okayen

Was haben wir denn heute? Ja, was haben wir? Wir haben eine Kolumnistin von spiegel.de, die sich mit einem Briefeschreiber beschäftigt. Dieser Briefeschreiber, ein Ruven, traktiert Margarete Stokowski mit idiotischen Kommentaren, die bis zu Bedrohung an Leib und Leben führen. Die ganze Kolumne, sehr unterhaltsam und erhellend, lesen Sie hier.

Gegen Ende ihrer Kolumne schreibt Frau Stokowski das, was Sie oben lesen. Beim Guardian, der englischen Tageszeitung, werden die meisten Kommentare geblockt bei den Reizthemen Israel/Palästina, Feminismus und Vergewaltigung, schreibt sie. Einfach, weil die Schwachmaten und Hetzer bei diesen Themen den Schaum vor dem Mund und das Messer in der Hose am wenigsten verbergen können. Interessant.

Sie wissen aber, dass es mir darum nicht geht. Mit geht es um den dann folgenden Satz: Die Themen mit den meisten okayen Kommentaren waren Kreuzworträtsel … Herrschaftszeiten, JessesmariaundJosef!

Wir halten mal fest, was Frau Stokowski da tun. Sie nimmt einen im Deutschen willkommenen Begriff (nun, wir haben uns daran gewöhnt, wir verstehen okay, wir lassen es stehen, unser Anglizismus-Radar ist heruntergefahren) und zimmert daraus ein Adjektiv, was ja okay ist. Sieht der Duden auch so, der okay als Adverb und als Adjektiv durchgehen lässt: Die Erfahrungen, die ich im Filmverlag gemacht habe, waren füŸr mich persšönlich okay … ein Duden-Beispiel. Ich finde aber kein Beispiel für ein Adjektiv-Attribut, das (1) bei einem Nomen steht (wo ja Adjektive gerne stehen) und (2) mit dem Nomen auch noch flektiert wird – was übrigens eine der Kerneigenschaften jedes anständigen Adjektivs ist. Jedenfalls finden wir kein Beispiel im Duden.

Ein Kolumnist des Standard, einer österreichischen Tageszeitung, schreibt dazu: Wunderlich und absunderlich deucht ihren Chronisten die Verwendung von Okay als Adjektiv-Attribut: „Das war ein okayer Tag“. Aber: Ein Blick in Google lehrt uns, dass das „okay“ in all seinen männlichen, weiblichen und sächlichen Abwandlungen mächtig im Umlauf ist: „Ein ziemliche okaye Party“. „Ein völlig okayes Interview“, „absolut okayes Mittelmaß mit albernem Ende“, „okayes Spiel, aber mehr auch nicht“.

Da haben wir den Salat. Wir bemerken ihn erst heute. Der Artikel aus dem Standard ist acht(!) Jahre alt.

Sie erleben mich gelassen. Sie wundern sich, dass ich keinen Schaum vor dem Mund habe. Sie rätseln, warum ich nicht längst Lichterketten und Dienstags-Demos zur Bollwerkbildung gegen diesen Verfall organisiere?

Wissen Sie was? Ich würde es nie niemals nicht nutzen, dieses adjektivattributivische(!) okay. Einerseits. Und wenn mein Sohn damit käme, schlösse ich ihn vom spärlichen Erbe aus, einer Duden-Sammlung, einem iPad und mehrere maßgeschneiderte Hemden.

Andererseits finde ich es ganz lustig. Ehrlich.

Und wenn Sie mit Ihren Freunden darüber reden und einer, der übliche Schlaumeier erhebt seine alkoholgetränkte Stimme und sagt: Weißt du eigentlich, woher okay kommt? Von all correct nämlich, kurz: o. k. Wenn er so auftrumpfen will, lesen Sie hier die einzig okaye(!) Reaktion Ihrerseits: Hömma, könnten Sie sagen, hömma, wie kommt denn das O für all zustande? Und zweitens ist die Herkunft dieses Ausdrucks vollkommen verdunkelt. Ätsch, nämlich!

Alles okay? Ich gehe jetzt in die Küche und bereite mir eine vollkommen okaye Tasse Tee. Ohweehhhh!

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Vom Hölzken aufs Stöcksken zum Igel

160509_SchaklinHeute geht’s um Namen und Tiere. Und ums Essen. Ums Tiere essen. Also nix für Veganer. Veganer bitte erst wieder am Dienstag nach Pfingsten aufschlagen – bis dahin ausschlafen! Wie schaffe ich den Übergang? Ach, wir machen Jacqueline einfach zur Veganerin. Und als Veganerin heißt sie Schaklin. Das geht jetzt. Ich könnte, würde ich noch mal Vater, meine Tochter Schaklin nennen.

Tue ich aber nicht, weil ich der Kleinen es nicht antun möchte, ein Leben lang bei jedem Eintrag ihren Namen erklären zu müssen. Etwa so: Ja, ich weiß, was Sie meinen und ich goutiere Ihr beredtes Stutzen. Aber meine Eltern waren halt ein wenig … wie soll ich sagen? … sie waren 2016 sehr modern und fanden Jacqueline zuuuuu … französisch. Da sie aber dennoch immer mit ihrem Wohnwagen nach Frankreich fuhren, der Sprache aber nicht Herr oder Frau wurden, deutschten sie den eh schon sozial sehr negativ konnotierten Namen ein. Und so kam ich zu Schaklin. Aber Sie können mich auch Edeltraud nennen. Gegen das Standesamt Eschweiler klage ich heute noch.

So könnte Schaklin, im Jahr 2050 Professorin für Namensrecht an der Welt-Universität Wickenfelde-Osterloh, reden. Und dann könnte sie einen Zettel hervorziehen. Diesen nämlich:

160509_Namen

Schalkin wird dann die Interessengruppe Warum fehlte meinen Eltern 2016 Hirn? e.V. gegründet haben. Genug Mitstreiter würde sie finden. Schokominza-Sheriff Schmidt-Müller übernimmt die Schriftführung, Despot-Waterloo Deppendorf das Marketing und Solarfried Friedemann Friedrich die Kasse, natürlich solarbetrieben.

Und was macht Matt-Eagle von Ingelheim-Hohenzoll? Er hat die kulinarische Versorgung des Vereins übernommen. Ein besondere Fall, dieser Herr. Matt-Eagle ist nämlich zum Islam konvertiert. Er nennt sich in Fachkreisen Coolmurat – genehmigt vom Standesamt Mekka-Meckeshausen – und kümmert sich rührend um den 34. Geburtstag von Vereinspatronin Schaklin (da haben wir sie wieder!), auf die mich übrigens Elsa R. aufmerksam gemacht hat, was die ganze Chose auslöste. Matt-Eagle stellt im Netz folgende Frage:

160509_Moslem

Und ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende mit normalen Namen und normalen Speisen. Auf dass Sie nicht erfrieren!

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Heart Attack

Screenshot 2016-05-12 09.09.33Ich mach das heute sehr kurz. Dieser Eintrag in meinem kleinen, feinen Tagebuch wird polarisieren, da bin ich sicher. Die einen werden sagen: Recht hat er, das geht nicht! Die anderen: Was regt der sich auf? Immer diese konservativen alten Knacker!

Danke dafür!

Also, der Duden – und mir ist es egal, welches Unternehmen dahinter steht und in welcher Rechtsform diese Institution auftritt, ich bin auch dafür, dass der oder die Dudens Geld verdienen, viel Geld – also, der Duden bietet Schülern an, ihnen zu helfen. Das ist löblich, und das passiert gewiss nicht kostenlos. Funktionieren soll diese Hilfe durch schnelles Fragen – Antworten in Echtzeit (übrigens auch ein gutes Wort für live, liebe Dudens) via App. Klingt erst mal gut.

Und wie nennt der Duden dieses Angebot? Wo sind meine Herzpillen? Wo steht der Defribillator Defibrillator (Mann, Mann, danke für den Hinweis!, Frau H.)?

Learn Attack. Lern-Angriff.

Heart Attack here! Muss ich das begründen? Muss ich begründen, warum ich es vollkommen daneben finde, wenn das Bollwerk der deutschen Sprache einAngebot an die Youngsters macht und es nicht schafft, dieses Angebot auf Deutsch zu write and to create?

Erstens. Und zweitens hänge ich jetzt im Edeka meines Vertrauens vorn ein Täfelchen auf mit meiner persönlichen WhatsApp-Nummer. Ich nenne es Learn-Attack. Darunter: Deutsch-Coach . Mathe-Coach . English-Coach. Zahlbar in Pfund, nein, nicht als Pfund Butter, Sie!

Versteht das jemand? Oder denkt Larissa T., 16 Jahre alt: Der has wohl one an der waffle!

Übrigens, der Duden war schon einmal Sprachpanscher des Jahres, eine Auszeichnung, die der Verein Deutsche Sprache verleiht, der einzige Verein, dem ich angehöre.

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Kommt einer zum Zoll …

160510_Zollstock_HeyneHeute verkünden wir mal Gutes, wo bei ich das Wir aufteile in: der Schreiber dieser Zeilen – 15 Prozent; der geschätzte Leser Klaus H., der mir das Bildchen geschickt hat, – 75 Prozent; ein Baumarkt – 10 Prozent. Um was geht es?

Nein, nicht um Wattenscheid, die sympathische Weltmetropole in Nordrhein-Westfalen zwischen Herten und Hattingen. Um den Gliedermaßstab, respektive das Wort. Zeigte ich Ihnen dieses Gerät zum Messen und Klappen (… na, klappt die Messung?), kämen Sie als Erstes auf Zollstock. Sicher. Der Schreiber dieser Zeilen ertappt sich selbst dabei, Klaus H. auch: Kannste mal eben den Zollstock …?

Netter Versuch, aber das mit den Angaben in Zoll (ungefähr eines Daumen Breite) haben wir irgendwann im 19. Jahrhundert abgeschafft. Nur der Engländer macht damit noch rum und verwirrt den Rest der Welt mit inches und Angaben aus anführungszeichenähnlichen Kürzeln wie (“), die keiner versteht, dessen Lebensfragen weiter reichen als die Entscheidung Milk in first oder nicht?

Gliedermaßstab also. Nett. Nehmen wir. Meterstab ginge. Klapplineal ebenso, schreibt Klaus H. Ich stimme zu. Danke also an den Baumarkt – und das mit der Falschschreibung, Firma Wattenscheid, lernen wir noch. Gliedermaßstab mit Eszett ist etwas besser als dieses Geknubbel mit drei S. Einerlei. Sehr fein!

Und den Witz erspare ich Ihnen. Welchen Witz? Ach so, den: Die Schubkarre mit den Glieder-Maßstäben hat die Kombo Agile Alte, ein reiner Männerverein aus dem Seniorenstift Wattenscheid-Hängede(!) entwendet … zu Messzwecken.

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