Schwaben im Pottle

Schauen Sie mal sehr genau hin, sehr genau. Sie sehen den Namen eines Ladens, schwer neudeutsch: Shop mit -le. Sie wähnen sich im Schwäbischen, wo sogar die Eisenbahn nebst Umlaut ein -le ans Ende bekommt. Heißt es nicht: Auf der schwäb’schen Eisenbähnle? Einerlei.

Wird bei der Deutschen Bahn in Reutlingen demnächst gut gängiges Souvenir-Werk bahnhofsnah verkauft, heißt der Laden nicht mehr Train Stop Shop, sondern Shople. Sicher. Woher ich die Gewissheit nehme?

Na …? Dieser Laden, dieses Markenshople steht in 44787 Bochum, was von Schwaben ungefähr so weit entfernt ist wie The Donald von Elderstatemenship oder Hamburg in den kommenden Tag von sommerlicher Einkehr.

Ich finde das überaus herrlich und danke Klaus H. für diese Einsendung. Die zeigt, dass diese Sprache und vor allem die Anwendung dieses dialektreichen Deutsch nicht an Grenzen gebunden  – auch wenn natürlich das Schwäbische in Bochum-Ich-komm-aus-Dir* selten gesprochen und geschrieben wird.

Über den Ursprung des Meiglückle will ich gar nicht spekulieren. Schwämmle drüber!

Sie wundern sich über das große Dir am Ende des gekoppelten Worts? Man sollte derart konstruierte Nomen-Volumina auch als Nomen kennzeichnen. Und welches Kennzeichen ist besser als die Großschreibung?

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