Was kostet dir die Welt?

140410_kostenImmer wieder gerne genommen: die Berichterstattung über Fußball. Hier das Spiel der Dortmunder gegen den VfL Wolfsburg vom 29. Spieltag. Die Dortmunder haben gewonnen.

Und Sie, liebe Leser, gewinnen eine neue Erkenntnis. Schauen Sie sich doch bitte einmal den ersten Satz im Bildchen links an – Quelle: die geschätzte Süddeutsche Zeitung, Online-Ausgabe. Ein weiterer individueller Fehler kostete den Gästen schließlich das Unentschieden. Sie schlucken? Unwohlsein? Ich schluckte beim Lesen auch.

Wir schlucken, weil wir natürlich die Deklination des Nomens Gäste im Kopf haben und den Gästen glasklar ein Dativ ist: die Gäste – der Gäste – den Gästen – die Gäste: So geht es im Plural, vom Nominativ zum Akkusativ. Gegenmeinungen? Nein.

Und welchen Fall erfordert das feine Verb kosten, wenn es im Sinne von einen Verlust in Kauf nehmen gebraucht wird? Es schreit nach dem Akkusativ. Richtig also ist: Ein weiterer individueller Fehler kostete die Gäste schließlich das Unentschieden.

Punkt! Ätschibätschi!

Mitnichten, liebe Leser, und ich stellte so etwas nicht aus, wenn die Chose nicht doch einen Haken hätte. Der Haken heißt Duden, dort: die Auslegung des geforderten Falls nach kosten in ebendiesem Sinn. Ich darf das Duden-Beispiel zitieren: … dieser Fehler kann dich/(seltener:) dir die Stellung kosten.

Hoppla! Seltener: dir … also Dativ. Wir stutzen und zitieren das mal einfach so. Und rufen nach München in die Redaktion: Alles richtig gemacht! Oder besser: Mal eben so entlanggeschrappt, oder, Burschn?

140406_Titel_Iss_FINAL_Klein_Blog_________________________________
Unterm Strich und in eigener Sache.
Ich darf noch einmal auf das Büchlein hinweisen, das zu schreiben mir viel Spaß machte, das auszudenken mich und mir Wochen kostete: Sie sehen es im Bildchen. Iss dass s
oo richtich? heißt es und stellt 88 Fragen zum Deutschen im Alltag. Ich frage – Sie knobeln. Das entnehmen Sie auch dem Untertitel: 88 Mal unterhaltsam Denk-Sportliches zur deutschen Sprache. Dieses Büchlein gibt es nur online als sogenanntes E-Buch. Es kostet 1,49 Euro. Wenn Sie sich damit befassen wollen: Hier finden Sie es quasi druckfrisch bei Amazon und hier bei Neobooks. Auf beiden Plattformen können Sie sich problemlos eine Leseprobe ansehen – lieber wäre es mir noch, wenn Sie es kauften und es anderen empföhlen – was für ein Konjunktiv!

Mehr über das Büchlein lesen Sie bitte hier.

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