Na, wo ist es denn? Wann lese ich es?

141210_SatzlängeNein, ich sage Ihnen nicht, was das ist. Ich sage Ihnen nicht, woher ich das habe. Ich sage nur so viel: wissenschaftliche Arbeit. Aber das sehen und lesen Sie schnell. So schreiben Wissenschaftler.

Ist ja auch nicht schlimm, da Wissenschaftler in der Regel ja nicht für Sie oder für mich schreiben, sondern für ihresgleichen. Die wissen schon, wie sie sich ärgern. Die wissen, wie man Sätze baut, die zwar für die Ewigkeit gültig sind – wenn man sie einmal wirklich gelesen und verstanden hat.

Ich habe Ihnen in diesem Text im Bild mal zwei Teile des wichtigsten Teil eines Satz, des Verbs, des Ankerpunkts eines jeden Satzes, der Mittelpunkt der Aussage angemarkert. Wo? Ja, im Beispiel. und ja, hier auch. In beiden Fällen sehen Sie, was passiert, wenn Sie – oder ich oder Wissenschaftler – Teil so weit auseinanderliegen, dass der Lesende sich nach dem wurde und dem habe fragt, um was es denn Bitteschön nun gehe. Einmal geht es um das differenziert, einmal um angemarkert. Auf beide Verb-Bestandtile warten Sie ewig.

Nun gut, ich höre Sie maulen: Wie solln das gehen? Sie müssen den Satz neu bauen oder umstellen. Im ersten Beispiel sollten Sie schreiben: Hier wurde der Prozess der Informationbeschaffung so differenziert … Im zweiten: Ich habe Ihnen in diesem Text im Bild mal angemeckert …

Muss so sein!

Wer hat Ihnen denn versprochen, dass es einfach wird …

Kommentar hinterlassen on ""

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

*Anzeige: Die Seite enthält Links zu mehreren Webseiten, auf denen Sie Bücher bestellen können. Hierbei handelt es sich um Werbung. In eigener Sache zwar, aber Werbung bleibt Werbung, weshalb ich Sie an dieser Stelle darauf hinweise.