… des Müllers Lust

Wenn jemand eine Reise tut … Wissen Sie, wer dieses Sätzlein getextet hat? ω Matthias Claudius war es. Die Überschrift zu diesem deutschen Klassiker heißt: Urians Reise um die Welt, erschienen 1786. Wieder was gelernt, nicht wahr? Und wenn Sie sich dieses Werk mal anschauen … es ist unterhaltsam und weit nach vorn blickend. Claudius’ Fazit eins: Auf Reisen geht immer alles schief. Fazit zwei: Wohin auch immer man reist, ist ist überall so wie hier in der Heimat.

Aber darum geht es hier nicht. Ich tat eine Reise, sie führte mich nach Apulien, südliches Italien, das Spitzchen des Stiefels. In Ruvo di Puglia (Puglia ist natürlich italienisch und heißt: Apulien) fand ich diesen Laden.

Wanderlust, Agenzia in Viaggio

Und wir sehen, auch der Italiener reist gern, Reisebüro steht da. Und darüber das deutsche Wort.

Ja ja, wir wissen alle, dass sich einige deutsche Wörter in fremde Sprache bruchlos geschlichen haben. Wanderlust gehört dazu. Aber ich wusste nicht, dass auch das Italienische sich des Worts bedient.

Es gibt eine sehr lange Liste dieser Wörter; Sie ω finden Sie hier. Die Wanderlust übrigens wird als deutsches Wort für Italien nicht aufgeführt.

Und nein, Sie, Zurufer aus dem Masurischen: Ich glaube nicht, dass sich da eine Polin namens Wanda Luszt in einen Italiener verliebt hat, um in Apulien ein Reisebüro aufzumachen. Das wäre wirklich zu weit hergeholt, wirklich!

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