Falsches Anspiel

Vor einiger Zeit feierte die Sportwelt den Abschied eines deutschen Basketballers namens Nowitzki. Zitat Wikipedia:  Nach 1.522 NBA-Spielen und 31.560 Punkten endete die Karriere von Dirk Nowitzki als aktiver Spieler. Glückwunsch! Beeindruckende Laufbahn. Da wollte auch dpa nicht nachstehen. Die Agentur fragte andere deutsche Sportler nach ihrer Meinung über Herrn Gib mich den Korb Dirk, und meine Nürnberger Zeitung druckte ein paar der Ansichten ab.

Wir lesen Herrn Kretzschmar, genannt Kretsche.

… und wenn sie nur annähernd so werden wie du, dann wird mir nicht Angst und Bange.

Na, das freut uns doch, sehr sogar. Aber wir haben einen Einwand und eine eher theoretische Debatte.

Erstens der Einwand: Es muss angst und bange heißen, klein geschrieben. Es heißt ja auch: Mir wird übel, auch wenn Übel als Nomen existiert. Oder Mit ist ganz wohl, auch wenn Wohl als Nomen … Sie verstehen, was ich meine.

Und die Frage: Muss die Redaktion der Nürnberger Nachrichten, die diese Zitate druckt, noch mal überprüfen, ob die Agentur alles richtig gemacht hat?

Ich denke, ja. Das muss sie. Schließlich fallen beim gemeinen Leser und Nowitzki-Fan die Fehler auf die Redaktion zurück – und weder auf Kretsche noch Nowitzki noch die Agentur. Da liegt der Ball im Korb. Und mir wird bei so etwas angst und bange.

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