Po-Po-sse

Ehrlich gesagt, ich wundere mich, dass dieses Wortspiel in der Werbung erst heute in meinen Blick fällt. Gab es das noch nie? Ich kaufe fröhlich bei der Metro meiner Wahl ein und an der Kasse fällt es mir auf. So deutlich wie möglich, in Anführungszeichen, versal und mit Bindestrich, um alle mit Druck darauf zu stoßen.

Darf ich noch mal vorlesen?

Gönnen Sie Ihrem Po ein Wohlfühl-„Po“-gramm …

Herrschaften, was für eine Granate! Da haben sich die Texter von Zewa, Unterabteilung: Ultra Soft aber soft was einfallen lassen. Muss das sein? Finden Sie das po-sitiv? Oder po-larisiert das so, dass jeder Möchtegern-Werber sich nun damit po-sitionieren will. Sie sehen schon, das lässt sich endlos po-duzieren, das sind nichts Sensationelles. Es po-ltert sinnfrei – Achtung, Witz mit rasssistischem Einschlag: Das kann weg, das kann nach Po-len.

Doch der Irrsinn geht weiter, Herrschaften. Ich zitiere den ganzen Satz …

… ein Wohlfühl-„Po“-gramm, denn er ist immer für Sie da

Bitte, für wen sonst?

… und gönnen Ihrer Haut einen besonderen Entspannungsmoment.

Nein, nein, jetzt ist diese Werbung endgültig für den A…

Ich weiß, Sie haben auf diesen Satz gewartet. Er war so gut po-gnostzierbar wie der Zewa-Spruch.

Aber stellen Sie sich das mal vor: Da sitzen Texter und denken ernsthaft darüber nach, dass die Verrichtung nach der Verrichtung ein Entspannungsmoment sein soll. Da bin ich klar in der Op-po-sition!

Hallo? Verdrückt(!) euch solchen Dünnpfiff(!) demnächst lieber.

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