Weisser geht’s nicht …

Kennen Sie das? Man läuft jahrelang an irgendetwas vorbei, nichts fällt einem auf. Und dann die Frage, die alles auf den Kopf stellt: die Hemdenfarbe, die Kindererziehung, die Hundenamensgebung, die Taufe, die Wahl des Geschirrs, der Freunde, den Ernährungsplan. Oder die Bezeichnungen für Bier. Um die geht es mir heute.

Der Pfahl der Erkenntnis traf mich, als ich vor dem lokalen Getränkemarkt Fränky (ja, der heißt so, hier in FrÄnken) parkte und direkt auf das Plakat schaute.

Franziskaner Weissbier

Ahhha. Mit doppeltem S. Klar, hat ja mit der Farbe nichts zu tun. Geht zurück auf Alois Petrolinus Weiss, den Erfinder der sehr speziellen Gärung, die wo oben so schäumt in dem länglichen Glas.

Herrschaften, ich habe den Herrn Weiss gegoogelt und festgestellt, dass das meine Erfindung sein muss. Den Alois Petrolinus Weiss gibt es nicht. Und nun?

Ich schaute nach. Schneider Weisse, ein Weißbier aus München, Doppel-S. Ich schaute andere WeiXbiere nach. Mal Weißbier, mal Weissbier. Und ich verstehe die Welt nicht mehr.

Die Angst davor, das Eszett zu drucken? Die Angst davor, in der Schweiz und im Nicht-Eszett-Ausland den Markt zu verlieren an Amstel und Heineken? Ratlos. Starre auf das Glas. Und  erhoffe Antworten.

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