Styles, superfresh

Was Sie nicht wussten: Ich bin modebewusst. Turnschuhe kommen nur beim Sport an die Füßchen, ich trage nie T-Shirts und ich achte saisonal auf Neues und passende Farbigkeit. Einen Großteil meiner Honorare überweise ich gleich an Ermenegildo Zegna, Signora Etro und andere Herrenausstatter. Mein Tipp derzeit: die Schweden sind im Kommen.

Die Startseite meines Internetprogramms zeigt mir jeden Morgen das Neueste von Breuninger, einem der führenden Modehäuser des Landes. So kann ich gleich vor der Arbeit mit dem Hecheln beginnen. Oder mit der Gewissheit, dass ich nienimmernicht einer Idee nachhechele. Nein, wenn Trend, dann habe ich ihn schon verinnerlicht respektive: auf eigenem Leibe promenieren lassen.

Und jetzt ist ja ω Fashion Week. Nur meine Verpflichtung als Deutschmeister hält mich davon ab, denen in Berlin mal zu sagen, wo es langgehen sollte – weil ich es schon trage.

Und so las ich bei Breuninger nach.

Die Range der Fashion Week ist breit befächert.

Yippiee! Klar, feinstes Englisch. Range … super, Jungs!

… urbane Street Styles … cleane Gentleman-Looks …

Heißa, wo sind wir denn? Wer klingelt am lautesten, wer sagt am wenigsten mit dem dröhnendsten Bass?

Denn …

… die Luxus-Brands versprechen ein aufregendes Novum an Inspirationen.

Und nun kommen Sie! Kleine Hilfe: Da muss nicht etwa die Feuerwehr kommen, brand ist ein ganz normales Wort, das wir Zurückgebliebenen noch nicht so ganz begriffen haben. Wir sagen immer noch Marke.

Sie kommen! Bitte um Exegese des letzten Satzes.

Ich höre derweil Bayern3, einen Sender, der dadurch erfrischt, dass die Moderatoren die Hörer duzen („… da hat der Michi eben angerufen und der Caro erklärt …“). Mehr noch: Immer wenn bei Bayern3 irgendeine Musik läuft, sagt der Moderator dazu …

… die fresheste Musik …

Geht’s noch?

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