Wund(er)bar

Heute schweifen wir mal ab zum Thema, das die Welt bewegt. Da hat doch tatsächlich Borussia Dortmund in Paris … nein, Herr Klopp hat gegen … das Virus. Ich huste. Nicht falsch verstehen, ich huste, weil ich lieber über etwas anderes schreiben würde, nicht irgendwie unter Fieber.

Die Krise jedenfalls hat in einem Punkt auch etwas Gutes. Sie bringt ein Wort nach oben, an die Fläche der Betrachtung von Wörtern.

Es geht um den Schutz inbesondere der vulnerablen Bevölkerung, der alten Leute, der kranken Leute …

Quelle sehen Sie im Bildchen, Plattform: Twitter.

Wie herrlich! Ich denke, dass bis zu diesem Tag 0,0005 Prozent der Bevölkerung das Adjektiv vulnerabel im aktiven Wortschatz hatte. Ich bekenne, ich zähle nicht dazu. Passiv ja, aktiv … Ich huste.

Hat was zu tun mit vulnus, bei den alten Römern und ihrer Sprache die Wunde, vulnerabilis als Adjektiv verwundbar und vulnerare als verwunden schlagen in dieselbe Sprachkerbe.

Bisher kannte man dieses Wort … nein, Mediziner kannten dieses Wort nur im direkten Umfeld dieses Berufsstandes.

Der Doc: Ihr Abdomen erweist sich als vulnerabel. – Patient: Wie, ich hab doch Bauchschmerzen …

Und: Es ging immer um Körperteile. Seit Corona aber haben wir vulnerabel erweitert. Die Alten und Kranken machen die vulnerable Bevölkerung aus. Wir zählen also eine soziodemografische, soziologische Komponente.

Und ich bin sicher, dass von Freitag an (nur Geisterspiele in der Liga) auch der Fußball einbezogen wird.

Seit Corona und diesen Geisterspielen ist meine Abwehr so vulnerabel ohne den zwölften Mann. Sagt der Trainer. Der zwölfte Mann, liebe Ball-Verachter, ist der Zuschauer im eigenen Stadion.

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