wess geiste’s Kint

Ich stamme aus einer Zeit, in der Anerkennung, auch mediale, noch etwas mit Bildung und Leistung zu tun hatte – oder mit dem, was meine Mutter Tüchtigkeit nannte. War jemand tüchtig (… also, der ist richtig tüchtig gewesen …), durfte es auch mal etwas Nichtakademisches sein. Der Gärtner etwa, der viele Kunden hatte, die Krankenpflegerin, die ihren Beruf liebte. Anerkennnung.

Heute gibt es RTL 1 bis 4 (glaube ich) und so jemanden wie den Wendler und den Pocher, die für eine Woche nachrichtenmäßig mit Corona mithalten konnten. Zur Erinnerung: Da bezauseln sich zwei Nonvaleurs – und die eine oder andere Sendeanstalt, Zeitung oder Zeitschrift berichtet. Zum Wegschauen, es schaudert mich. Ich empfinde dabei nichts als Abscheu.

Und war deshalb hocherfreut, mal ein Originaldokument (also: ungefiltert) des Michael Wendler (Quelle: Instagram) zu lesen. Das hänge ich mal an.

Wir lesen einen, der fern davon ist, sich ausdrücken zu können. Es ist voller Fehler. Ich zähle die nicht auf. Die sehen Sie selbst.

Meine Thesen dazu. Erstens: Des Geistes Kind findet sich im schriftlichen (und mündlichen) Ausdruck. Sie Prominentes-Beispiel, Sie! Zweitens: Warum muss man einem Menschen, dessen Verstand bestenfalls auf Durchschnittsniveau siedelt, im öffentlichen Leben Platz geben? Sie Mopp, Sie! Drittens: Lasst es bitte aufhören! Nicht jeder, der irgendwie heidiklumt oder katzenbergert, darf Beifall erwarten. Sie 1,2-Millionen-Belastung!

Schöne Alte Welt!

(Ich glaube, dies ist der wertkonservativste Beitrag in achteinhalb Jahren deutschmeisterei.de)

2 Kommentare zu "wess geiste’s Kint"

  1. Leif-Ove Murayama | 11. März 2020 um 11:57 | Antworten

    Deutsch kann dieser Wendler offensichtlich nicht. Geografie ist ebenfalls nicht seine Stärke: Oder weshalb sollte man bei Zürich Schweiz in Klammer anfügen? Um es nicht mit Zürich, Nicaragua oder Zürich, Albanien zu verwechseln? Nun gut, Unwissenheit mag keine Zier sein, aber sie ist unter gewissen Umständen, wie geistige Beeinträchtigung oder fehlende Schulbildung, entschuldbar. So kenne ich etwa keine Person namens Wendler – dahingestellt ob Michel oder Michael mit Vornamen. Meine Erklärung dafür ist, seit über zwei Dekaden keine Sender wie RPL, Klo7 oder Bällchen1 eingeschaltet zu haben und ihre im Geiste verwandten gedruckten Pendants wie etwa die Wild ebenso links liegen gelassen zu haben. Für Herrn Wendler gilt also in Sachen Deutsch und Geografie zumindest die Unschuldsvermutung.
    Dass aber Wendlers Wortschwall auch inhaltlich nicht überzeugen kann, hat mich doch etwas überrascht.
    So lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb er sich überhaupt aufregt: Die Beamten waren höflich und professionell, schreibt er. Gefühlte drei Minuten dauerte die von ihm scheinbar ohnehin erwartete (siehe sein „endlich“ im ersten Satz, na ja „Satz“) Prozedur. Schließlich empfindet er derlei Vorgehen auch noch als „Comedy“. Ich weiß, „Comedy“ ist heutzutage ein sehr weit gedehnter Begriff, der oft rein gar nichts mehr mit Komik oder Komödie zu tun hat, dennoch ist das eigentlich ein positiv assoziiertes Wort.
    Fassen wir also zusammen:

    Lieber deutscher Zoll,

    nächstes Mal möchte Herr Wendler unhöflich und amateurhaft behandelt werden.
    Lassen Sie sich bei dieser Arbeit viel Zeit und wundern Sie sich nicht, wenn Herr Wendler dabei aus dem Grinsen oder Lachen nicht herauskommt. Er weiß es nicht besser. (K)EIN KARNEVALSSCHERZ

    Liebe Grüße,
    LOM

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