Peter und der Wolf

Wir blicken mal genauer auf das Bildchen. Es handelt sich um Werbung, als ist alles inszeniert. Wir blicken auch genauer, weil wir uns am Ende dieses Beitrags fragen, ob wir es verstanden haben – und da wollen wir doch nichts unversucht lassen.

Wir sehen einen jungen Mann, zwischen fünfundzwanzig und dreißig. Lässig gewandet. Meine Mutter nannte so eine Oberbekleidung „kanadisches Holzfällerhemd“. Der Typ sieht aus, als käme er eben von der Bibersuche in Biberach nach Hause. Dreitagesbart. Muskulöse, tatoofreie Unterarme. Lecker, denkt die Schwiegermutter. Peter Obert, so nennen wir ihn mal, war länger unterwegs, wirkt aber gepflegt; die Jeans hat kein Loch, sie sieht aus wie eben von der Stange genommen. Nettes Lächeln.

Ein Laptop, markenlos. Da hat jemand gefotoshoppelt. Hat heute jeder, so was. Eine Kamera. Haben nicht so viel. Heute haben sie die Kamera im Handy und reisen um die Welt, um zu zeigen, dass sie ein Handy mit Kamera haben. Peter sieht nicht aus wie einer, der Selbstbildnisse vor Anghor Wat in Kambodscha macht. Er macht sich Notizen, mit der Hand, Block und Stift sieht man.

Wir schließen die Bildbetrachtung: Peter kommt von der Bibersuche in sein norddeutsches Haus (Klinker ist norddeutsch; wir streichen oben: Biberach, Biberach liegt in Baden-Württemberg; damit streichen wir auch den naheliegenden Biber). Peter ist freier Fotojournalist, Abteilung: Natur und Tier, Unterabteilung: süß (die Tiere) und erfolgreich (Peter). Draußen stehen durchmatschte Stiefel neben der G-Klasse von Mercedes. Beides reinigen Schwiegermutter und Frau (schwanger). Da haben wir es.

So und nun?

Nach dem Recruiting vor dem Onboading

sagt Haufe. Haufe Punkt.

Ja, fein. Ich verstehe fast nichts. Warum?

Aber ich habe eine Ahnung, was die Werbung, die in meiner Facebook-Leiste ungefragt auftauchte, mir sagen will. Peter hat eine neue Anstellung – man hat ihn recruitet –, aber er ist noch nicht an Bord – onboarding. In seiner freien Zeit jagt Peter Biber Wölfe. Es ist die Zeit der Überbrückung, Peter arbeitet erst mal von Zuhause aus. Tun auch alle.

Aber geht das nicht auch weniger geschwurbelt? Oder verstehe ich das alles miss? Dass kann sein, denn weiter unten heißt es: Kein erfolgreiches Recruiting ohne Onboarding.

Ich mache hier dicht. Ich gehe Biber Wölfe jagen …

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