Putzt die Livree!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe treuen deutschmeisterei.de-Sucher und und auch Sucherinnen. Immer wieder gibt es Tage, an denen alles schief läuft. So schief, dass ich den morgendlichen (selbst auferlegten) Zehn-Uhr-Termin nicht einhalten kann. So heute passiert. Ich bitte um Nachsicht. Manchmal bin auch nur ein Lakai(!) der Umstände.

Womit wir in gewohnt lässiger Eleganz beim Thema des Tages sind. Ich zeige Ihnen eine Seite aus Thomas Ehrenbergers Krimi Bekenne deine Sünden. In gelber Markierung finden Sie …

… wenn sie denn Lakaiin für einen eingebildeten Adligen spielen musste.

Und Sie sehen sofort, an welcher Stelle ich, der größte Freund allumfassender Genderei (in Fachkreisen auch: Doktor Immer-Gender genannt), hake.

Na, gibt es denn die Lakaiin? Was sagt mein Freund Konrad aus dem Stamme derer von Dudens dazu? Übrigens, bevor wir nachschlagen: Konrad und ich sind der Meinung, dass man die Lakaiin sofort ins Nachschlagewerk aufnehmen müsste, gäbe es sie noch nicht in demselben – schon wegen des Doppel-I, aber auch wegen der Gerechtigkeit.

Und so waren wir beide beruhigt: Zu meiner Überraschung – Konrad Alleswisser schmunzelte nur – hatte der Gute an die weibliche Form des Lakaien gedacht. Großartig!

Und da wir nun bei diesem Wort sind, werfe ich Ihnen zu spät an diesem Tag (ich gebe es zu!) genau das in den Weg des Tages: Lakai gehört zu den wenigen Wörtern im Deutschen, bei denen es genau zwei Deklinationsformen gibt: der Lakai (Nominativ Singular) und Lakaien (alle anderen, auch der Plural).

Und bei der hier verhandelten Lakaiin fällt auf: die herrlichen vier Pluralformen mit Doppel-I und Doppel-N: Lakaiinnen. Gibt es ein anderes Wort mit solch außergewöhnlicher Buchstabenfolge?

Kommentar hinterlassen on ""

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

*Anzeige: Die Seite enthält Links zu mehreren Webseiten, auf denen Sie Bücher bestellen können. Hierbei handelt es sich um Werbung. In eigener Sache zwar, aber Werbung bleibt Werbung, weshalb ich Sie an dieser Stelle darauf hinweise.