Der Riese, Melle und das dasx

Papperlapapp. Da steht zwar keine Pappel-lapapp in 49324 Melle, Niedersachsen, auf dem Platz vor dem Bahnhof, der es geschafft hat, nach mehr als einjähriger Renovierung den letzten Rang auf meiner Liste deutscher Bahnhöfe zu verlassen. Immerhin.

Auf Melles Bahnhofsvorplatz ragt ein Kunstwerk in die Höhe, bestehend aus einem kargen Baumstamm und einer Tafel, die den kargen Baustamm irgendwie zu einem Kunstwerk erklärt, auf dass(!!!) das Ensemble aus Bahnhof, Baum und Tafel Reisende erbaue oder Meller oder Meller Reisende. Oder wen auch immer. Das, was ich hier Baum nenne, ist in Wirklichkeit der Wander-Stab eines Riesen, übrigens.

Steht man also da, liest, warum denn nun Baum Kunstwerk wurde (Künstler, Sie, Schlingel Sie! Gut gemacht! Den Meller Kämmerer gut hintern Baum geführt!) und ist doch erstaunt, dass die Gemeinde es schafft, das Ding schnurstracks in den Himmel ragen zu lassen. Aber es nicht schafft, einen Korrektor an den verquasten Text zu setzen.

Schickt 111 kleine Eichen hinaus in die Welt – auf das sie eingepflanzt werden und aus ihnen ein neuer Wald entsteht, schickt der Künstler in die Welt (und ist hoffentlich mit dem Künstlerlohn out of Melle, now!), und man spürt sofort den Drang, die Baum-Kunst samt Tafel noch mal in die Baum-Schule(!) zu schicken oder sie mit einem fetten, roten Edding zu entweihen. … in die Welt – auf das …? Haben wir, liebe Meller, wieder mein Blog nicht gelesen, in dem ich so luzide erklärt habe, wann ein dasX ein S hat und wann es zwei S hat? Noch mal schauen? Also hier.

Ich bin ganz ruhig. Aber beim nächsten Besuch des Meller Bahnhofs (29. November, voraussichtlich) haben wir das korrigiert, nicht wahr. Sonst komme ich mit dem Edding … und mache aus entsteht auch noch ein entstehe.

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