Von Rangen und Gören

Screenshot 2014-10-27 15.31.33Heute mache ich es mir einfach. Der Verein Deutsche Sprache (VDS), dessen Mitglied ich bin – und das seit Jahren und mit großer Freude –, hat gestern auf seiner Facebook-Seite eine Karikatur veröffentlicht, die gewiss kein Schenkelklopfer ist. Ist aber was zum Hingucken. Nicht wahr?

Und irgendwie auch stimmig. Das Deutsche ist vielfältiger, als man gemeinhin annimmt. Wobei ich den Ausdruck Range zwar kenne, aber nicht im aktiven Wortschatz auf meiner Festplatte unten den Haaren finde.

Für Zögerer, dies schreibt der Duden über Range: die; -, -n, selten: der; -n, -n [späŠtmittelhochdeutsch range, zu: rangen = sich hin und her wenden; auf etwas begierig sein; ursprŸünglich derbes Schimpfwort und eigentlich = lŠäufige Sau]. Sie sehen schon, und es überrascht mich: Range ist weiblich …

Und da wir gerade bei Etymologischem sind: Auch das Gör, die Göre (dann rein Berlinerisch) hat einen feinen Ursprung: Gšör, das; -[e]s, -en [aus dem Niederdeutschen, wahrscheinlich zu einem Adjektiv mit der Bedeutung klein (vgl. mittelhochdeutsch gorec = klein, althochdeutsch gorag) und ursprüŸnglich = kleines hilfloses Wesen] (norddeutsch, oft abwertend).

Aber nun mal ehrlich, auch wenn weder Sie noch ich auf dem Spielplatz uns über Rangen echauffieren würden: Hallo, ihr Rangen, nun gebt Carl-Philipp mal das Schäufelchen wieder! – besser als Hey, kids! ist es allemal!

Hey, kids. Gebt dem Carl-Philipp mal das Toy zurück, sonst gibt es heute Abend kein Public Viewing!

Übrigens, wenn Sie sich entschließen sollten, dem Verein Deutsche Sprache beizutreten – vier Mal im Jahr erscheinende Zeitung, 30 Euro/anno – gehen Sie doch einfach auf des Vereins Netzseite. Und die finden Sie hier.

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