Mit der Zeit mal gehen …

Ich freue mich ja immer, wenn ich bestätigt werde. Und diese Autorin tut es in einer Art, die ich schätze, nämlich mit einem Zwinkern – und nicht mit Wotans Zorn, der mir hin und wieder unter- und manchmal auch falsch ankommt. Ich nenne keinen Namen; und ich tue dies nicht, um den Schreiber dieses Ausschnitts zu schützen, sondern weil … dazu vielleicht irgendwann mal mehr.

Eine Dame betreibt einen Tante-Emma-Laden moderner Art, Ort: fiktiv; Datum: Neuzeit, so neuzeitlich, dass ein schwuler(!) Pfarrer im Nebenerwerb einen Porno-Shop betreibt. Gibt es nicht? Richtig, ist ja auch Fiktion und Autoren dürfen das.

Tante Emma bietet also auch Kaffee im Laden an.

Ein kleines, selbst kreiertes Schild an der Glastür wies auf Coffee to go hin.

Kennen wir, hatten wir zum ω wiederholten Male hier, in der deutschmeisterei.de. Und dann folgt die feine Überlegung der Tante-Emmamistin:

Selbstverständlich hätte sie auch Kaffee zum Mitnehmen schreiben können, doch ein wenig internationales Flair stand dem Laden ganz gut zu Gesicht. Sie musste eben mit der Zeit gehen.

Nun sehen wir mal davon ab, dass Flair nur selten als Neutrum ausgeliefert wird. Unwichtig hier. Es geht, aufs Einfachste runtergebrochen, um die Frage, warum wir meinen, dass es international wird, wenn wir englischen. Warum es so verteufelt schick ist, To-do-Liste zu sagen statt Was ansteht oder was auch immer. Darum geht es.

Und mir geht es mal um mich. Ich verabschiede mich für ein paar Tage. Muss mal sein. Oder um es mit einem abgewandelten Zitat aus dem Text zu sagen:

Ich muss eben mit der Zeit mal gehen.

Grinse-Zeichen.

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