Zuckerstückweise

Gut war er, der Espresso, der Kaffee, der caffè in Otranto in Apulien. Und dann schaut man auf das aufgerissene Tütchen mit dem Zucker. Und zuckt verzuckert und verzückt. Bestellt noch einen und liest dasselbe Ergebnis. Soll man nun mit dem Kellner, der wirklich nur Apulinesisch zu verstehen scheint, diskutieren? Der würde einen für vollkommen bekloppt halten – und man hätte nicht mal belastbare Gegenargumente.

Also erstens, warum steht in Land, in dem alles, was mit Kaffee zu tun hat, caffè heißt, plötzlich ein falscher Akzent über dem E – zu caffé?

Sie stutzen, Sie glauben die erste These nicht? Dann gehen Sie doch mal über diese Brücke(!) und schauen Sie sich den Pons(!) an.

Und zweitens, warum steht da Spinelli caffé mit dem Werbeschriftzug New Buying Experience, 24 Stunden?

Was hat Espresso mit einer neuen Einkaufserfahrung zu tun? Geht man auf die Seite ω spinelcaffe.it, stößt man auf eine Firma, die Espressomaschinen und Kaffeebohnen an die Gastronomie verkauft.

A new buying experience?

Nein, dieses Tütchen ist das erste Ergebnis der neuen italienischen Regierung. Sie will die Bürger verwirren und dort treffen, wo es wirklich wehtut: beim täglichen Espresso.

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