Ein gleichgültiger Beitrag, doch gleich gültig

Zum Ende der Woche, der heißen, möchte ich etwas Rehabilitation etwas leisten, zum einen am Spiegel, dem oft hier gescholtenen; zum anderen einfach mal so allgemein. Oft habe ich Schaum vorm Mund. Heute ist mir nach Lob und Preis.

Der Spiegel, der gescholtene, schreibt in einem Autofahrbericht zum Vergleich der VW-Golf-Klasse mit dem neuen Peugeot 308:

Hört sich pillepalle an, schlägt sich allerdings …

Pillepalle …

Wunderbares Wort, es ist einfach da, und wir verwenden es, wenn wir über einen Wortschatz von mehr als eintausendvierhundertdreiundfünfzig Wörter verfügen – und keiner weiß, woher es kommt. Irgendwas Rheinischen, schreibt der Duden, aus Pill (wat Kleenes) oder gleich aus dem Lateinischen, pilula, die Pille.

Na, und? Mir heute pillepalle. Nur eines steht fest, es lautmalt aufs Herrlichste mit der doppelten Bildung, so heißt das wissenschaftlich, also ohne Pillepalle, mit Ablaut von I zu A: Kleinkram, Unwichtiges; GleichgŸültiges. Darum geht es. Wird übrigens, laut Duden, nur als Nomen ausgegeben, der Spiegel, meine Wenigkeit und der Rest der Welt setzen es problemfrei auch als Adjektiv ein.

Mir doch pillepalle – so eine pillepallenes Ergebnis – so ein pillepalle Pillhuhn. Oder so, mir heute pillepalle.

Ihnen ein wunderbares Wochenende …

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