Lettre an unserem amis francaises

Gestern Abend in der Frankenmetropolregionsmetropole Nürnberg, Innenstadt. Die Damen schauten Geschäfte, ich trug zu dünne Schuhe, mir war kalt und – schaute Geschäfte. Ich muss das erklären, weil ich das Bild erklären will. Ohne die beiden Damen an meiner Seite hätte ich das nie entdeckt. Ich schaue nicht in Läden der Sektion Damenoberbekleidung oder Damenfußbekleidung oder Damenarmbeugenbehängung, vulgo: Taschen.

Dieser Laden heißt Jacadi, siedelt rein führungsmäßig in Paris und ist des Deutschen in einer Art und Weise mächtig, dass Frau Merkel dringend mit Herrn Macron reden muss, wahlweise: endlich eine Posten für den drängenden Herrn Merz gefunden hat – Sprachwart-Superstaatssekretär mit eigenem Flugzeug im Kabinett Merkel, bis zum Merz(!) 2019.

Um von unsere Private Sale zu profitieren melden Sie sich …

Erstens bei Friedrich Merz, der regelt das, zweitens schieben Sie ein Komma nach profitieren, drittens tilgen Sie bitte Sales und viertens schauen Sie sich bitte mal die deutsche Beugung an. Vielleicht schieben wir da noch ein M ein, an einem beliebigen Platz Ihrer Wahl, Sie!

Menschenskinder, mes enfants du monde, um es in eurer Muttersprache zu versuchen: Sieht das niemand? Ist das nicht ein bisschen peinlich? Haben euch die Gelben Westen die Buchstaben geklaut?

1 Kommentar zu "Lettre an unserem amis francaises"

  1. Apropos Fronkreisch [‚fʁɔ̃kʁɛʃ]!

    Anglizismen allüberall – davon wird einem langsam schlecht. Aber jetzt versucht man auch, die deutsche Sprache mit französischen Einschüben zu verunstalten. Es wäre schon schön, wenn man zumindest die fremdsprachliche Orthographie berücksichtigen würde.

    Letzte Woche auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt: Eine Fressbude firmiert mit „Schoko trifft Frucht“ und hat sich eine übergroße Neon-Werbung gegönnt, die diesbezüglich lautet:

    — S c h o k o R e n d e v o u z —

    Ich schicke Ihnen das Bild dazu! Mahlzeit!

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