Die Hempels in Südafrika

Spiegel online, immer wieder gern, manchmal mit Groll gelesen, lässt sich über das Dschungelcamp aus. Das darf der Spiegel. Ob er es soll, steht auf einem anderen Blatt. Denn dieser Auflauf der letzten Wilden (oder auch Hottentotten), denen (a) nicht mehr genug Bild-Platz eingeräumt wird oder (b) das Finanzamt auf der Tasche liegt, interessiert wirklich nur jene, die sich an der Doofheit anderer delektieren oder Verhaltensmuster für ihren eigenen Aufenthalt in der Klinik von Dr. Bob studieren.

Das zur Vorrede. Sie haben keine Ahnung, rufen Sie. Wann haben Sie das letzte Mal diese kulturell wertvolle Sendung gesehen? Ich gebe zu, das war in Zeiten, als Brexit für den Namen eines Asterix-Kollegen gehalten werden musste und Deutschland noch nicht Weltmeister in Brasilien wurde.

Dennoch.

Der Spiegel schreibt, und nun kommen wir zum Fleisch dieses Mittwochs …

Eine frühere Version dieses Textes trug die Überschrift „Aufruhr bei den Hottentotten“ …

Ich bin sicher, dass sich einige Hochbesorgte, Leser oder Redakteure, arg beschwert haben und mit einer Klage vor dem Menschenrechtsgerichtshof, wahlweise der Ethik-Kommission der Bundesregierung gedroht haben. Wahlweise: Entzug der Extra-Ladung ω Sarotti-Schokolade für zwei Tage, ja, die mit dem Mohren.

Vielen Dank ruft es im Chor, vielen Dank, Sarotti-Mohr!

Und  …

Der Neger schnackelst halt gern …

um unser aller Regensbürger Fürstin zu zitieren.

Das mal dazu. Und ja, ich nenne keine dunkelhäufigen Amerikaner Neger, ich nenne keinen Asiaten Fidschi, Schlitzauge oder Ähnliches Ich nenne keinen Franzosen Froschschenkel-Fresser, und ich rege mich etwas auf, wenn die englische Boulebard-Presse die Deutschen zu WM-Zeiten Krauts nennt. Ich halte mich nicht für rassistisch oder minderheitenverachtend. Und ich bin dennoch dagegen, Kinderbücher nach Rassissismen zu durchflöhen, wie oft passiert. Und eine Mohren-Apotheke sollte weiterhin so heißen dürfen.

Ich muss sagen können: Da geht es zu wie bei den Hottentotten, bezogen auf das britische Parlament (hier lesen Sie, woher der Ausdruck ω Hottentotten kommt), oder: Da sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa, bezogen auf das Bremer BAMF vor ein paar Monaten oder den Shutdown in den USA. Das ist Umgangssprache, das ist über Jahrzehnte so gelebt worden, ohne dass man in dieser Umgangssprache die Ursache für Diskriminierung suchen muss.

Und daher mein letzter Satz zu diesem Thema: Bei Spiegel-online geht es zu wie bei den Hottentotten.

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