Aufm Dach, juchheeeee!

Das Hotel Königshof, gelegen mitten in München am karlsplatzigen Stachus, wird großflächig renoviert. Es entsteht wohl ein Anbau an diese Luxusherberge, die Dauergäste wie ich nur Das Königs nennen, wenn sie mit dem Autogrammblock in der Lobby nach A-, B- und C-Promis Ausschau halten bei einem oder zwei Gläsern Mineral, ohne natürlich, siehe den gestrigen Beitrag.

Die Online-Seite des Bayerischen Rundfunks, BR24 nimmt sich dieses Phänomens an. In einer Art Basar werden Gegenstände des ω Hotels versteigert an Liebhaber, die jenes Kissen ihr Eigen (ja, schreibt man groß) nennen wollen, auf dem schon Mario Adorf oder ω Vivi Bach saßen.

BR24 schreibt, das Hotel werde über einhundert Zimmer verfügen …

… und in seinem Rooftop-Restaurant Essen auf dem Dach mit Panorama-Blick über München anbieten.

Uppsssss. Essen im Rooftop-Restaurant. Das verstehe ich. Für internationale Gäste (es sollen auch Österreicher wie Arnold S. oder Peter H. oder Herr Mörtel kommen dürfen) ist roof top – Dach, ganz oben! – klar verständlich.

Und dann? Für die Deutschen, die nicht wissen, was roof top ist, wird es im Satz erklärt. Als roof top, also auf dem Dach. Ein wenig peinlich, oder?

Nein, ich sage Ihnen, warum. In welchem Restaurant speisen Sie gefühlt nobler und teurer? In einem Rooftop-Restaurant oder in einem Restaurant auf dem Dach, einem Dachterrassenrestaurant? In einem roof top restaurant wird sternegekocht, in einem Dachterrassenrestaurant gibt’s Saure Zipfel, Brezn, Bier und Obatzda (es existieren mindestens ebenso viel Schreibweisen wie Zubereitungsarten).

Darum geht es. Englisch klingt besser, viel besser. Ist feiner gesalzen, das Essen, die Zutaten sind besser. So weit sind wir schon gekommen …

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