Natriumhydrogencarbonat, bitte!

Da sitzen Sie als Redakteur meiner Heimatzeitung, der Nürnberger. Der Text über die bewegende Frage, was denn bitte gegen Fußpilz hülfe, ist fertig. Sie wollen in den Feierabend. Der Chefredakteur stürmt Ihr Zimmer, aufgeregt, im Gefolge hat er den Obercheflayouter des Blatts, Kopf: hummer- bis atompilzrot.

Sie Schreiber Sie, brüllt der Chef, was denken Sie sich! Millionen Leserinnen warten auf den Fußpilz-Beitrag … und Sie haben es nicht mal geschafft, ein Bild zu besorgen? Los, besorgen Sie eines!

Und der Obercheflayouter kickert: Einfach mal googeln, Ihnen fällt doch immer was ein!

Und da … bitte! Schauen Sie! Geht doch!

Dann fehlt noch die Bildunterschrift. Die machen Sie schnell, ist Ihnen ja auch ein wenig peinlich, das Bildchen.

Der echte Fußpilz sieht nicht so lustig aus.

Herrliche Zeile, finde ich. Und Sie nehmen sich vor, nie wieder einen Artikel zu bebildern, in dem es um zusammengesetzte Wörter geht, die als Kopfkino-Bilder einen verstörenden Beigeschmack haben. Also nie etwas über

  • Hand-Schuh
  • Arm-Brust
  • Brust-Warze
  • Stirn-Runzeln
  • Finger-Nagel
  • Gänse-Haut
  • Backen-Bremse
  • Milch-Zahn
  • Kiefern-Höhle
  • Adams-Apfel
  • Kopf-Nuss
  • Ohren-Schmalz
  • Fett-Polster
  • Schulter-Blatt
  • Gebär-Mutter
  • Fett-Auge
  • Nasen-Bein
  • Aug-Äpfel
  • Ohren-Sessel
  • oder das Nasen-Fahrrad.

Mal ganz abgesehen von dem wunderbaren Imperativ Axel, schweiß!

Ihnen ein Wochenende mit pedikürtem Füßen!

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