Language-Bares

Heute lernen wir mal Sprachen. Oder besser: Wir lernen, Sprache zu erkennen. Ich zeige Ihnen ein Bildchen, das ich an einem Kassenautomaten in Corralejo auf Fuerteventura gemacht habe. Das Schild sagt in Englisch, in welcher Sprache sonst?, dass es sich um eine Automated Teller Machine handelt. Teller steht hier nicht für die Essenausgabe in der Mensa, seit Neuestem völlig automatisiert, oder für einen, der automatisch Geschichten – Westfalen und andere Plattsprachtler aufgepasst! – vertellt. Das Wort teller bezeichnet den Schaltermann und auch die Schalterfrau an der Bank. Und die sind hier automatisiert.

Also, Geldautomat. Sieht man ja auch.

Wobei ich …

Cash in your own language

irgendwie merkwürdig finde, als Nicht-Angelsachse. Bares in deiner eigenen Sprache …?

Das ist einerlei. Schauen Sie sich mal das folgende Bildchen an.

Welche Sprache erkennen Sie?

Ich tippe mal, kleine Hilfestellung, habe aber nicht alles geprüft.

  • Türkisch ist nicht dabei.
  • Keine skandinavische Sprache? Doch eine, aber welche?
  • Eines liest sich wie Holländisch.
  • Ein paar romanische Sprachen.
  • Ist das schönste Schriftbild Chinesisch? Die haben als Schriftzeichen ganz links gleich eine Art Tresor eingepinselt.
  • Eines könnte Galicisch sein.
  • Lesen Sie etwa Portugiesisch?
  • Eines ist Arabisch.

________________________________
Non scholae … Unterm Strich was fürs Leben
Der Verein Deutsche Sprache VDS
, dessen Mitglied ich bin, hat einen Aufruf zum Widerstand gegen die Genderisierung verfasst. Sollten Sie ω hier mal nachlesen.

________________________________
In eigener Sache.
In dieser Woche werden Sie vier weitere Beiträge lesen, bis zum Freitag. Dann mache ich eine Pause. Das Leben fordert mich …

 

6 Kommentare zu "Language-Bares"

  1. Tach Herr Lohmann,

    das eine oder andere Beispiel glaube ich identifiziert zu haben:
    UTTAGSAUTOMAT ist tatsächlich Schwedisch.
    Das Holländisch anmutende (Geldautomaat) wird wohl AFRIKAANS sein.
    Zum Chinesischen kann bestimmt Herr Murayama etwas beisteuern. Was da oben angegeben ist, sieht aber verdächtig gut aus.
    Kutxazain automatikoa scheint mir BASKISCH zu sein.
    Caixa automatica könnte PORTUGIESISCH sein.
    Cajero automatico ist tatsächlich das, wonach es aussieht: SPANISCH.

    Dann verließen mich Zeit und Lust, weiterzuforschen.

    Zu dem Thema gibt es eine nette Seite im WWW: http://www.etranslator.ro/de.

    Grüße
    Klaus Heyne

  2. Leif-Ove Murayama | 11. März 2019 um 14:59 | Antworten

    Schwach, wieder kein Sumerisch dabei.
    Neben dem Spanischen, Französischen und Englischen erkenne ich noch
    Caixer automàtic: Katalanisch, dann wird
    Caixa automática vermutlich Galicisch sein und
    Caixeiro automático wohl Português
    Kutxazain automatikoa: Das kann nur Baskisch sein
    Bankomat und Geldautomat: nie gehört, Sanskrit, nehme ich an … vermutlich aber doch Klingonisch
    Da viele Begriffe im Geldbereich aus dem Italienischen stammen, wird das sicher auch hier dabei sein … richtig: Bancomat.
    Uttagsautomat: klingt schwedisch, isses auch – genau wie Bankomat
    Zidong qukuanji: Chinesisch; der „Tresor“ ist das Zeichen für „selbst-; griechisch: auto-“
    Ash-shubbāku l-ūtūmātīkīyu: Arabisch. Ein shubbākun ist ein „(vergittertes) Fenster“, kann aber auch „Schalter“ bedeuten, ganz wörtlich daher: der automatische Schalter
    Fehlt noch was? Ah, ja, Geldautomaat: Wenn ich Vermeer, van Dijk, Bruegel, Bosch oder Rembrandt sage, liege ich hierbei wohl nicht so ganz falsch. Oder war Bruegel Flame? Einerlei, das passt ja ebenfalls.

    • Herr Murayama, haben Sie hier nicht schon mal Japanisches seziert? Und nun auch noch Chinesisch. Und Arabisch? Wenn ich demnächst eine Doll-Mätscher für Kesuaheli benötige …

  3. Leif-Ove Murayama | 12. März 2019 um 12:53 | Antworten

    … müssen Sie sich an jemand anderen wenden. Ich habe irgendetwas zwischen einem Dutzend und zwanzig Sprachen erlernt, Kesuaheli und Chinesisch waren nicht darunter, Arabisch hingegen schon. Das war aber auch schon im Jahre Schnee. Die Kanji, eine der drei Schriften, die man für das Erlernen des Japanischen benötigt, kommen aus dem Chinesischen. Von daher lassen sich einige chinesische Zeichen erkennen.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

*Anzeige: Die Seite enthält Links zu mehreren Webseiten, auf denen Sie Bücher bestellen können. Hierbei handelt es sich um Werbung. In eigener Sache zwar, aber Werbung bleibt Werbung, weshalb ich Sie an dieser Stelle darauf hinweise.