Fans von weit away

Morgen versuchen es die Bayern gegen die Mannen von Jürgen Klopp, heute spielen andere Mannschaften in der Champions League. Und die Dortmunder, die ω ich hier schon mal betrachtet habe, sind raus. Arme Borussen! Das Bildchen, ebenfalls von meiner Schwester geknipst, zeigt aber hervorragend auf, wie denn bitte die Dortmunder auf ein Phänomen reagieren, das in allen Stadien der Welt virulent ist.

Was machen mit denen, die im Tross der gegnerischen Mannschaft anreisen? Die niemand gern sieht – mal abgesehen von knüppelbewehrten Friedlichen der eigenen Mannschaft. Man gibt sie wieder ab. Borussia Dortmund hat dafür einen borussengelben Container aufgestellt, für, na, sagen wir mal, dreiundneunzig Volltrunkene, gut gestapelt. Um denen zu zeigen, wohin sie sich zu schleppen haben, kennzeichnet man die Behausung – neben der klaren Ansage Abgabestelle Gästefans – auch gleich noch in Fremdsprache.

Storage Facility Away Fans

Sie lachen? Ich anfangs auch, bis ich Frau Google kurz befragte. Ja, der away fan ist tatsächlich der Anhänger der Auswärtsmannschaft, nicht etwa der Weggetretene, unter welchem Einfluss auch immer. Und storage facility ist frei übersetzt der Ort, an dem man die aufbewahren kann.

Denn stellen Sie sich mal vor, man lagerte einen Volltrunkenen beispielsweise aus Schalke gemeinsam mit einem Volltrunkenen der eigenen Leute. Nicht auszudenken! Würg und Totschlag, erst Brech, dann auch die Knochen.

Gute Dortmunder! Da kann ihnen die Meisterschaft flöten gehen, da können sogar die Bayern sich die Krone aufsetzen (dazu Weiteres am Freitag), in den Disziplinen Vorsorge, Mitgefühl und alkoholinduzierte Betreuungsverpflichtung ist der Verein vorbildlich.

Eines aber haben die Verantwortlichen nicht bedacht: Wenn beispielsweise ein Schalker seinen blauweißen Wimpel oder seinen blauweißen Rucksack abgeben will für die Dauer des Spiels – könnte ja ein Dortmunder mopsen –, an wen wendet er sich dann?
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In eigener Sache.
In dieser Woche werden Sie drei weitere Beiträge lesen, bis zum Freitag. Dann mache ich eine Pause. Das Leben fordert mich …

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