Govorimo? I wo ….

Gestern vor der Apotheke, kleiner Notfall. Und da ich warten musste, tat ich das, was ich als Wartender immer tue: Ich lese oder knipse. In diesem Fall ein Apothekenschild, das die Schnatterer aus der bunten Vielfalt an Nationen in diesem Stadtteil einlädt, nicht auf die Online-Apotheken zu vertrauen. In den Landessprachen. Und nun sind Sie dran.

Sie sehen, ich habe die Flaggen der Nationen, die links neben dem Landessprachlichen prangen, wegretouschiert, wäre ja auch zu einfach, nicht wahr?

Kommen Sie mir nicht damit, dass Sie das Britannische erkennen und das Macron’sche. Das ist zu einfach. Und auf Mallorca waren Sie auch schon?

Aber was ist mit dem Govorimo? Heißt wohl in drei Sprachen Wir sprechen … Versprechen kann ich Ihnen das nicht, aber ich kann eine kleine Lösungshilfe bildlicher Art geben.

Auf der zweiten Tafel, Dam- und Herrschaften, sehen Sie die Flaggen. Passt es?

Und nein, zum Beginn der Woche sollten Sie sich quälen wie weiland Jan Ulrich, von ω Udo Bölts zugerufen. Morgen löse ich auf – wenn es nicht schon andere in der Kommentarspalte tun, ich ahne es.

2 Kommentare zu "Govorimo? I wo …."

  1. Leif-Ove Murayama | 6. Mai 2019 um 14:56 | Antworten

    Zu „Govorimo“: Auf die Frage, ob sich denn Slowenisch, Serbokroatisch, Bosnisch, Serbisch und Montenegrinisch so großartig voneinander unterscheiden, dass man sie gleich zu eigenen Sprachen erheben müsse, lachte einst ein austro-bosniakischer Kollege von mir und meinte, er habe seit dem Zerfall Jugoslawiens nicht mehr eine, sondern gleich fünf Muttersprachen. Nur das Mazedonische unterscheide sich deutlich von den restlichen Sprachen des früheren Jugoslawien. Es gäbe schon regionale Unterschiede zwischen den fünfen, aber diese seien kaum der Rede wert. – Das scheint die Tafel mit ihrem „Wir sprechen Serbisch/Kroatisch/Bosnisch“ zu bestätigen.
    Ich spreche zwar leider keine slawische Sprache, habe aber das kyrillische Alphabet erlernt; deswegen wundert mich das Serbische: Wieso in lateinischer Schrift? Ist in Belgrad die kyrillische Schrift nicht mehr die offizielle? Wird die lateinische auch dort bereits häufiger verwendet? Interessant ist an der Tafel auch, dass das – ich nenne es jetzt der Einfachheit so – Jugoslawische dasselbe Verb wie das Russische verwendet, während das polnische Verb völlig anders klingt. Ob der geografischen Nähe von Polen zu Russland und deren engerer gemeinsamer Geschichte hätte ich hier eher das Gegenteil erwartet. Weiß dazu jemand Näheres?
    Was Udo Bölts betrifft: Ich dachte immer, Totschnig hätte Ulrich den Berg so hinaufgepeitscht. Wieder was gelernt.

    • Ich bin zwar kein Kenner der slawischen Sprachen, Herr Murayama, aber ich mag den Spruch von … ja, von Bölts …, als Zitat ist der bruchbar. Und danke wie immer für Ihre erhellenden Informationen.

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