Stammes-Siege, dreifach!

Die Damen! Weggelesen! Sie wissen, ich schreibe öfter etwas über Fußball, dieses Mal wird es sehr speziell. Es geht um einen Herrn ω Hermann, Vorname Peter, 67 Jahre alt und – Trainer. Aber nicht irgendeiner. Peter Hermann (Name korrigiert nach Leser-Kommentar, danke! ML) tritt in die Dienste des DFB und wird Co-Trainer der deutschen Mannschaft der Unterachtzehnjährigen, vulgo: U18.

Gähhnnnn, sagen Sie.

Sagte ich auch. Bis ich in meinem Leib- und Magenblatt aus Nürnberg, dem Kicker, las …

Sein größter Erfolg war der Gewinn des Tribles an der Seite von Jupp Heynckes im Jahr 2012.

Ich vergaß: Legende Hermann und Legende Heynckes schafften es 2012, nicht nur Deutscher Meister zu werden, nicht nur Pokalsieger, sondern auch die Champions League zu gewinnen. Ein dreifacher Titelgewinn, selten genug, bravo! Und das mit der Gurkentruppe vom FC Bayern München.

In meinen Kreisen spricht man Englisch, wenn es um Fußball geht. Die Ecke heißt Corner, wenn es um abseits geht, brüllen wir offside!, der Schiri geht freundesweit als Referee durch, seine Linienrichter sind die Linesmen, der Torhüter heißt goalie und bei Tor! brüllen wir goal! (Nein, hier folgt kein Punkt, auch wenn der Satz zu Ende ist, wir schreiben nie zwei Satzzeichen aufeinander.) Punkt.

Wenn wir also im Englischen sind, nennen wir den Dreifach-Gewinn der erreichbaren Titel einer Saison – mehr geht nicht! – Trible, entnehmen wir dem Kicker. Klar, tribe ist der Stamm, auch im ethnischen Sinne, und da ja moderne Mannschaften wie die Bayern nicht mehr nur aus Bayern bestehen (Gott, waren das noch Zeiten mit Schweini und dem kleinen Lahm und dem Schwarzenbeck, „Katsche“ Georg, Bayern-Stammes!-Spieler heute: der Müller Thomas), gewinnen sie den dreifacher Lorbeerkranz als Tribe, als Konglomerat vieler Ethnien, spanischsprechender voran. Oder so.

Eine andere Lesart wäre ebenfalls denkbar, die halte ich aber für ausgeschlossen, weil der Kicker als Kick-Fachblatt ja ausreichend Englisch können muss (siehe oben) für uns supporters. Die andere Lesart lautete: the triple, das Dreifache, die Dreiergruppe. Kann nicht sein. Ne, ne. Nicht der Kicker. wir bleiben bei der ethnischen Lesart, bitte!

2 Kommentare zu "Stammes-Siege, dreifach!"

  1. Leif-Ove Murayama | 14. August 2019 um 18:00 | Antworten

    Ts, ts, ts. Dieser „Kicker“. Weiß doch jeder, dass Peter Herrmann einen Tribble gewann. Kennen die keine Tribbles?
    Korrekturleser scheinen sie jedenfalls nicht zu kennen, denn Peter HERMANN gewann mit den Boarn einen Tripel. Den kann man dem Duden zufolge auch Triple schreiben … muss man aber nicht, schließlich ist Tripel im Deutschen die ältere Schreibweise. Man muss nicht alles verenglischen, auch nicht bereits etablierte Anglizismen.
    Da wir schon bei korrekten Schreibungen angelangt sind: Die unmotivierte 8 ist offensichtlich ein Tippfehler, und über den Unterschied zwischen „letzter“ und „vergangener“ habe ich hier schon einmal geschrieben, doch zwischen zwei Zahlen steht nie ein Bindestrich. Für den Bis-Stich wird immer ein Halbgeviertstrich verwendet. Bekannter ist er unter dem Namen Gedankenstrich.
    Aber was macht schon ein kürzerer Strich im Gegensatz zu einer völlig anderen Person aus? Wer braucht schon Qualität beim „Kicker“, den kauft man sowieso nur wegen der Bildchen, oder?

    • Danke, Herr Murayama, da habe ich doch glatt als ehemaliger Kicker dem „Kicker“ vertraut und Hermann als Herrmann abgeschrieben, ich Loh_Mann. Und ich kaufe den Kicker wegen der früheren Bildchen von mir -;)

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