Wer sitzt denn da beim Papst?

Das Thema heute trifft den Nagel der Zeit auf den Kopf. Die CDU wehrt sich gegen alle aus der eigenen Partei, die SPD würfelt einen neuen Vorsitzenden. Um das innere Wohlsein der Sozialdemokraten hat sich der gedruckte Spiegel in der vergangenen Woche gekümmert: hautnah ran an ein Kandidaten-Duo. So muss Journalismus …

Im Anriss des Themas auf den ersten Seiten wird der Weltwert des SPD-Vorsitzenden mit einem Zitat belegt aus Zeiten des nimmermüden Franz Müntefering, selbst Anfang des Jahrtausends lange Monate Vorsitzender der Sozialdemokraten.

… das schönste Amt neben dem Papst …

soll der Sauerländer gesagt haben. Und wir stutzen, der Papst und ich. Und Sie hoffentlich auch.

Münte, so sein SPD-interner nom de guerre, schaut sich folglich auf der Papstbank (also nicht der für fettige Lira und schwarze Dollars) um und sieht da sitzen: den Vizepapst, den Papst-Banker, den Ersten Ohrausputzer des Papstes, den Chef der Heiligen Römischen Glaubenskongregation Congregatio pro doctrina fidei und den Allerinnigstvatikanischen Bibelvorleser. Er nimmt sich den Bibelvorleser (als Kenner des Godesberger Programms ging es ihm immer schon um Verlesung von Schriftgut aus alter Zeit) und sagt dann den Satz mit dem schönsten Amt.

Recht hat er. Wenn er das meinte …

Er wird aber wohl gemeint haben, dass es weltweit kein schöneres Amt gibt als das des SPD-Chefs – abgesehen von dem des Papst. Unterschied: Der Papst ist nicht weisungsgebunden und hat schöne Schuhe und ein Flugzeug nur für sich. Der SPD-Chef hat viel Ärger.

Nach diesem Zitat hat er noch mehr. Ach, hätte er doch nur gesagt …

… das schönste Amt neben dem des Papstes

Fünf Buchstaben mehr. Mensch, Münte.

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