Vom Feeling her ein gutes Gefühl …

Es gibt die sehr steile These, derzufolge (siehe unten, ganz unten) ein Zusammenhang besteht zwischen Rechtschreibefähigkeit und geistigem Vermögen im Allgemeinen. Ich hänge dieser These an, verweise aber zugleich auf Menschen mit Legasthenie. Ausnahmen … ja! Und vor diesem Hintergrund schauen wir uns doch mal dieses Bildchen an, das ich vor dem Metro-Markt in Nürnberg Buch gefunden habe.

Erstens zum Thema Cashmere. Ich zürne. Das heißt Kaschmir und sonst nichts. Und ich zürne noch mehr, weil ich glaube, den Trick entdeckt zu haben: Nienimmernicht gibt es ein Kaschmir-Kissen (darüber reden wir noch) für 14,98 Euro. Folglich ist es kein Kaschmir, sondern das stinknormale Plastik – und das Kissen heißt nur zufällig so ähnlich wie das edle Garn. Kann ja keiner was sagen. Der Schmierbacken-Händler mit seinen Mittelsmännern aus Tadschikistan – Pakistan – Bochum – Rotterdam kann sein Zeug nennen, wie er will.

Cashmere Feeling Kisen

Das Perfide an diesen drei Wörtern ist dies: Das erste Wort eine Übertreibung, das zweite ein englisches, nichts sagendes und das einzig deutsche Wort schreibt der Herr oder die Dame am Schreib-Maschinchen falsch.
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Nachtrag in Dudens Sache
Der Duden Verlag hat eine neue Seite im Internet, auf der jeder seine Texte auf Rechtschreibung und Grammatik überprüfen kann. Ich habe mit dem Duden vereinbart, hin und wieder meine Texte gegen diese Seite laufen zu lassen. Sie hört übrigens auf den Namen ω Duden.Mentor.

So, und nun folgt das Lernprogramm des Tages. Dr. Mentor macht mich aufmerksam auf die falsche Schreibung derzufolge. Und ich knicke ein. Ich war der irrigen Ansicht, die Präposition zufolge ließe sich problemlos mit einem Präfix auch noch grammatisch richtig einnorden. Pustekuchen!

Die Präposition heißt zufolge, ist weder erweiterbar noch beugbar (wo kämen wir denn da hin: Präpostionen zu beugen!). Also muss der erste Satz heißen: Es gibt die sehr steile These, der zufolge ein Zusammenhang besteht zwischen Rechtschreibefähigkeit …

Danke, Mentor! Und die Überschrift, Herrschaften, geht auf den fußballernden Sprachschöpfer ω Andy Möller zurück …

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