Drei auf dem Damensattel

Liebe Leserinnen, liebe Leser, bevor ich Ihnen nur das Beste für das neue Jahr wünsche, sage ich Ihnen kurz, was ich in den kommenden Tagen tun werde. In den Tagen meiner Abwesenheit, meine ich. Das war nämlich so. Ich habe Ende des Jahres 2019 das Institut für Gender Studies in Davos kontaktiert. Ich habe gegenüber Frau Professor Doktor Anna-Lena Doppelt-Namski meinen Ärger darüber losgelassen, dass die patriarchalische Gesellschaft sich vor allem da auftut, vos am wenigsten auffällig ist. Zum Beispiel in der Kalender-Beschriftung.

„Schaut ja keiner hin“, habe ich gen Davos gebrüllt. Und so kam es.

Die Dame hat mir den Auftrag gegeben, die Apotheken-Kalender der Schweiz einmal darauf hin zu untersuchen: Sind Frauen genug gewürdigt? Sind sie auch sprachlich richtig dargestellt.

Das erste Ergebnis sehen Sie hier. Übermorgen wird es manifest: Solange nicht eindeutig bewiesen ist, dass es drei heilige Königinnen waren aus dem Morgenlande, die an der Krippe bei Christa, dem Christa-Kind, und Mamma Maria Weihrauch und Myrrhe vorbeigebracht haben, gendert die Schweizer Apothekerschaft aufs vorbildlichste. Und wir sehen wieder mal: Immer gut fortschrittlich, die Mädels und Jungs aus der neutralen Zone. Wenn sie nicht gerade derzeit mit 80 Menschen in der Gondel zur Piste aerosolen, sind sie ganz weit vorn.

Fürs kommende Jahr, das Jahr eins nach Corona und dem Patriarchat, untersuche ich …

  • Vatertag (fliegt gewiss raus!)
  • Muttertag (wird zwei geben, Vatertag ist dann ja frei)
  • Christi Himmelfahrt (na na, wir waren doch schon bei Christa, oder?)
  • Altweiberfasching (Herrschaftszeiten, da steckt die Diskriminierung schon seit Jahrtausenden …)
  • Mariä Himmelfahrt und die Empfängnis vorher (bleiben)
  •   … Martinstag (hallo, Martina!)
  • Walpurgisnacht, Valentinstag (aber hallo, kann frau lassen)
  • Allerheiligen wird zuversichtlich ein Allerheiliginnen, ob Allerseliginnen kommt, klärt die Frau Professorin
  • … und ein Tag war leicht zu modernisieren: Beim Nikolaus streichen wir nur die letzten beiden Buchstaben.

Und nun, wie oben versprochen: Das Beste für das neue Jahr. Es wird alles gut …

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