Die Schotten dicht!

Hicks!, und guten Morgen, liebe Gemeinde(!), ich hatte heute Morgen schon einen Double Shot(!) eines schott(!)ischen Whiskys. Dem Anlass des Textes entsprechend, das wissen Sie, richte ich mich morgens zu. Nachdem ich dieses Bildchen zu einer „Tagesschau“-Meldung gefunden hatte, ging es nicht anders.

Da fragt man sich doch, wer da trinkt. Dass die Schottin gemeint ist, steht auch nach dem achten Glas feinsten ω Edradours fest wie ein Fels an der schottischen Küste.

Aber ihr Gespons, der Schotte? Der kann angesichts der Genderisierung, die die „Tagesschau“ da vornimmt, nicht gemeint sein. Sonst hätte der sich ja bereits ein E weggesoffen. Aber weiß man’s?

Was man weiß: Saufen scheint auf der Insel üblich zu sein. Den englischen Teil hat die „Tagesschau“ mit Guinness-Gläsern illustriert. Da sind die Verantwortlichen für ein Klauen des N bei Engländern. Da steht, genau genommen …

… dicht gefolgt von Engländer und Engländerinnen.

So, der Schott und sein Brexiteer saufen sich die Buchstaben weg. Und die Hilfskraft bei der „Tagesschau“, die sonst für das Reinigen der Weingläser zuständig ist, durfte auch mal texten. Wie käme man sonst auf einen solchen Mist, und wie könnte man auch noch so etwas dichten: Den Schott:innen und ihrem Gatten folgen in der Statistik der Säufer der Welt die Engländer. Aber natürlich auch die :innen. Und wie folgen sie ihnen?

… dicht gefolgt …

Ehrlich, liebe Gemeinde, Stößchen, Prösterchen, nüchtern hält man so etwas kaum aus, man muss schon hackedicht sein.

Und da Sie als sehr aufmerksame Leser sich nun am Ende dieses Textes natürlich fragen, warum ich zu Texteingang hinter das Wort Gemeinde ebenfalls ein rotes Ausrufezeichen gesetzt habe, folgt dicht auf den Text die Erklärung.

Das Schott ist erst einmal eine schnell schließbare Tür. Wissen wir, keine Überraschung. Aber es gibt noch der Schott. Und ich bin sicher, dass viele von ihnen unter 40, unter 50, das nicht wissen.

Es ist das ω Messbuch der katholischen Kirche, der heiligen Kirche, wie es hieß, mit dem ich groß geworden bin. Benannt nach einem Benediktiner namens Anselm Schott. Das war der Versuch, die bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil in Latein gehaltene Messe auch den Laien nahezubringen.

Ja, liebe Gemeinde, so kommen wir vom Saufen zum eleganten Morgenwein-Trinken mit Mundabputzen. Mit einem Satz, der mir seither unvergessen ist: Ad deum qui laetificat iuventutem meam – zu Gott (geht dieser Schluck), der mich erfreut von Jugend auf. Prosit, Herr Kaplan!

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