Ertrag es!

Haben wir eigentlich jemals während der mehr als neun Jahre in diesem wunderbaren Tagebuch über die Ehre, die Berufsehre, der Lektoren gesprochen? Nein, haben wir nicht, soweit ich mich erinnere. Tun wir jetzt. Die Berufsehre eines Lektors besteht nicht darin, jedes falsche das / dass und jedes falsche seit /seid aus dem Text zu fischen. Es ist peinlich, wenn einem ein falsches das oder ein falsches seid durchbrennt, sehr peinlich sogar. Aber es ist nicht erste Aufgabe des Lektors, den Text rechtschreibfehlerfrei zu halten. Obwohl wir uns sicherlich allergrößte Mühe geben.

Ich muss gleichwohl zugeben, dass ich mich vor einiger Zeit sehr geärgert habe, als in einer Rezension auf einen nicht kompetenten Lektor hingewiesen wurde, der noch mal die Komma-Regeln lernen soll. Der Lektor war ich. Man trifft immer wieder auf Menschen, die mit den Zweifelsfällen, vor allem bei der Kommasetzung, nicht zurechtkommen und gleich draufkloppen. Tatsache: Das Buch war kommasetzungsfehlerfrei.

Viel mehr ärgert es mich, wenn ich eine Unlogik durchgehen lasse, wenn ich nicht sehe, dass ein bestimmter Flug, eine bestimmte Reise, ein Weg so nicht gegangen werden kann. Oder ich ein falsches Geburtsjahr durchgehen oder ein noch nicht gebautes Auto durch das Berlin des Jahres 1930 fahren lasse. Wenn ich also unaufmerksam war bei der Betrachtung von Fakten, auf deren Überprüfung die Autorin großen Wert legt. Das ist mir schon passiert, das ist mir allerdings lange nicht mehr passiert. Toi, toi, toi, klopf auf Holz!

Vor diesem Hintergrund sehen Sie bitte das Bildchen, das ich Ihnen oben zeige. Weil ich mir vorstellen kann, wie peinlich es für den Kollegen ist, sage ich dazu nichts mehr. Alle Fakten können Sie sich zur Samenreim zusammenreimen. Und natürlich habe ich meiner Pflicht Genüge getan und überprüft, ob der Anwurf gegen den Verlag überhaupt richtig ist.

Ja, ist er. Einmal sehen Sie, dass Kolosser 1,13 wirklich stimmt. Im nächsten Bildchen sehen Sie, was unter dem 1. Korinther-Brief 13,13 in Wirklichkeit geschrieben steht.

Nur mal gesagt und hingewiesen. Kein guter Tag für die Zunft.

Mund abputzen. Nächstes Buch!

Ach ja. Ich wollte schon immer mit diesem Markus, dem Evangelisten, über seine Bibel-Auffassung reden. Ich weiß, dass die Beispiele hier aus dem Alten Testament sind. Aber ich finde, dass man einige Begebenheiten aus dem Neuen zusammen mit Markus noch etwas dramatischer fassen könnte.

 

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