S-bare Hähnchen’s?

Hatten wir das nicht schon? Dieses feine S, das Deppen-S. Hatten wir. Wir finden es unschön, unfein, nicht ins Straßenbild passend, Ausweis mangelnden Verständnisses für Sprache.

Wir finden viele Argumente. Aber wir finden kein gutes gegen Ludwig Schöll, Nürnberg, der seine S-Hähnchen verkaufen will und mit dem S auffährt, im Wortsinne. Denn die Rechtschreibreform* gibt ihm Recht: Eigennamen dürfen mit dem Deppen-Apostroph versehen werden – auch wenn es viele weiterhin stört.

Und doch, ein Argument darf man nicht’s von der Hand weisen: Wer will Unternehmern verbieten, sich‘ so zu nennen, wie sie’s es für richtig’s halten’s?

Und eigentlich schreibe ich das auch nur, weil ich auf ein paar Seiten verweisen will, auf denen besonders anregende Beispiele von Apostrohismus gesammelt wurden. Schauen Sie bitte hier und hier und besonders hier

Und hier in diesem Blog, und noch einmal.

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Non scolae … Unterm Strich was fürs Leben

* Und nun zum Mitschreiben für alle, zitiert nach Wikipedia: Seit 1996 gilt im Zuge der Rechtschreibreform der gelegentliche Gebrauch des Apostrophs dann als richtig, wenn er die Grundform eines Personennamens vor der Genitivendung -s oder dem Adjektiv-Suffix -sch verdeutlicht (§ 97 E der amtlichen Regelung). Der Duden nennt hierzu Andrea’s Blumenecke als Beispiel. Die Schreibweise soll verdeutlichen, dass die Grundform des Namens „Andrea“, nicht „Andreas“ ist. Die Unterscheidung wurde vor der Rechtschreibreform nur über den Stammapostroph vorgenommen: Andreas Blumenecke (die Blumenecke von Andrea) bzw. Andreas’ Blumenecke (die von Andreas). Aber auch dann, wenn eine Verwechslung der Grundformen eigentlich nicht möglich ist, kann eine Verdeutlichung im Sinne der Neuregelung vorliegen; das dokumentiert der Duden durch sein zusätzliches Beispiel Willi’s Würstchenbude.

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