Mit Glück auf die richtige Präposition gekommen

Mögen wir es eigentlich, wenn zwei Präpositionen aufeinandertreffen? Wir mögen es nicht. Eine Präpositionen bedingt  ja namentlich, dass sie vor etwas steht, sie hat eine Prä-Position. In diesem Beispiel aus meiner Heimatzeitung, der Nürnberger, ist auf die Präposition für für (Bitte nehmen Sie mir dieses Beispiel, das alles bisher Geschriebene zu widerlegen scheint, nicht übel!). Und auch dieses Beispiel widerlegt das generelle Unbehagen an der Wortart-Doppelung nicht: Er gab an, in Brasilien gewesen zu sein. Denn hier sieht das an nur aus wie eine Präposition, ist aber keine – wie Sie unschwer erkennen können –, sondern Bestandteil des Verbs angeben. 

Nun, auch die Kollegen der Zeitung kämen mit einem einfachen Trick aus der Doppler-Nummer heraus: Ein Blick in den Duden genügte (ein eleganter Konjunktiv II, ein Irrealis, denn Sie haben ihn ja nicht gewagt, den Blick ins Sprachwerk), um festzustellen, dass Glück auf hier falsch geschrieben ist. Glück auf … hat nichts zu tun mit … er hatte Glück auf Schalke … oder … er konnte sein Glück auf der Rennbahn kaum fassen … Glück auf schreibt man schlicht und einfach Glückauf!, da beißt die Maus zum Glück keinen Faden ab, und der Duden ist zum Glück unerbittlich. Da hätten sich die Kollegen bis(!1) zum(!2) an (!3)die Peinlichkeitsgrenzegehen etwas sparen können – und ich mir diesen dämlichen letzten Satz.

Kommt nie wieder vor, Kollegen! Versprochen! Glückauf!

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