Achter Verdächtiger: Internet

Wer hat denn, bitteschön, Schuld daran, dass unsere Sprache verkommt? In loser Folge versuche ich hier, zehn Schuldige auszumachen, die ihren Beitrag dazu leisten, dass immer weniger Menschen die deutsche Sprache angemessen sprechen. Ein Zehnteiler zum Thema , an dessen Ende sich die Prozente der mutmaßlichen Schuldanteile auf 100 summieren sollten.

Internet  Ja. Sehr verdächtig. Leitet zum schnellen Lesen an, lange Texte sind technisch schwierig – und auch schwer zu lesen. Erich Kästner läßt sich vielleicht in Gedichtform konsumieren, etwa das wunderbare Im Auto übers Land. Aber die mehr als 250 Seiten seines Fabian möchte man elektronisch nicht lesen. Der Kindle übrigens, Amazons digitales Lesegerät, das ich neulich vorgestellt habe, hat mit dem Internet nichts zu tun.

Elektronische Post verleitet zur verkürzten, gleichwohl sehr schnellen und damit fehleranfälligen Form; Korrekturprogramme sollten Schwächersprachliche nicht nur einschalten, sondern auch nutzen. Wenn das Internet (hier rechne ich dazu die Dienste SMS, Facebook oder Twitter), bei allen Vorteilen, heute die Kommunikationsform schlechthin ist, steht es schlecht um die Sprache. Gegenmittel?

Nur das eigene Vorbild. Das Netz ist ungeheuer mächtig.

Mutmaßlicher Schuldanteil: 24 Prozent.

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Lesehinweis Die sieben bereits erschienenen Verdächtigungen dieser zehnteiligen Reihe finden Sie hier:
die Politik X das Fernsehen X die Zeitungen X die Globalisierung X die Lehrer X die Migranten X Pop

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