Der guten Unterhaltung so nahe …

140911_Text_HölleEinige sagen, man erkenne die Qualität eines Buches an dem, was auf Seite 99 steht. Mir fiel dieser Satz wieder ein, als ich die Seite 99 des Buchs Der Hölle so nah von Michael Bardon lektorierte. Und schwups nahm ich genau diese Seite fotografisch ab und bewahrte Sie für den Tag auf, an dem das Buch bei Amazon zu haben ist. Ist es nun …

Und während Sie noch lesen … ja, lesen Sie weiter … also, nachdem Sie Seite 99 gelesen haben, lesen Sie hier, um was es in dem Buch geht.

Ein Ekel, ein absolutes Ekel – der Ich-Erzähler –, ein Großkotz-Porsche-Angeber-Rechtsanwalt mit Hang zu Mord-Betrug-Totschlag um des lieben Geldes willen,  geht nach Canossa. Sie wissen schon, Heinrich IV., lange her,  1076 und so. Also, Dr. Tobias Schlierenbeck, so heißt das Ekelpaket, macht keine Italienreise, er macht eine Reise durch sein Leben. Der Ort, an dem er diese Reise unternimmt: ein Krankenhaus. Sein Problem: eine Kugel im Kopf. Die Diagnose: Wachkoma, bewegungsunfähig, kommunikationsunfähig. Ein Haufen Mensch.

Heftig, oder? Bardon beschreibt, wie Herrn Schlierenbeck zu der Kugel kam und was seine Frau, im Buch Charly genannt, trieb. Nämlich vieles gegen ihren Gatten, vor allem aber vieles mit Winni. Wer ist Winni? Schlierenbecks bester Freund und Partner in der Kanzlei, charmant, triebstark, faul und ebenso gerissen wie ein anderer, der das Buch nicht überlebt und der mir beim mehrmaligen Lesen dennoch ans Herz gewachsen ist: Winni-Opa, ein Spekulant ohne Moral, aber mit Rolex am dünnen Handgelenk und einem Maybach unterm faltigen Hintern. Um nur einen zu nennen aus dem Kabinett der Netten und Unnetten, die Bardon in seinem Buch paradieren lässt.

140911_Titel_HölleSchlierenbeck erzählt Ihnen, den Lesern, sein Leben. Er spricht Sie an. Er rapportiert – und ja, er bittet um Ihr Verständnis. Kann ein solcher Mensch so etwas wie Verständnis erwarten? Und das Wunderbare an diesem Buch – nach meiner Arbeit kannte ich die Antwort.

Manno, lesen Sie selbst! Es ist spannend, unterhaltsam, manchmal witzig. Es ist auch: grob geschnitzt, mit Hang zum Derbem, auch zu derbem Humor. Es ist auf alle Fälle lesenswert. Und ich empfehle Ihnen hier nicht jedes Buch, das zu bearbeiten ich das Vergnügen hatte.

Was fehlt? Das Titelbild. Es ist auch derb, ohne Frage, das soll er auch sein. Sehen Sie selbst links. Beachten Sie besonders den Genitivus partitivus in der letzten Zeile – … Schuss schwarzen Humors, ungewöhnlich für einen Thriller, oder? Wessen Werk das wohl war …

Was fehlt noch? Der Knupf zu Amazon. Den finden Sie hier. Für ein paar Tage gibt es das Buch kostenlos zum Runterladen. Und wenn das Buch als gedrucktes auf dem Markt ist, sage ich noch einmal Bescheid.

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