Holz vor der Hütte: Schillers Axt und Haarmanns Beil

20111015-133020.jpgDas tut man so im sonnigen Herbst. Man hackt Holz. Und denkt nach über Axt und Beil und drüber, woher die Wörter kommen. Schauen wir also nach.

Die Herkunft der Axt ist ungeklärt irgendwie, wohl indogermanischen Ursprungs (sagen Wahrigs Etymologiker) und wurde dann zum mittelhochdeutschen ackes, ist also, wie vermutet, deutschen Ursprungs als Holzspalter und Holzfällerwerkzeug.

So weit, so gut. Außerhalb der gesellschaftlichen Schicht der Waldarbeiter ist die Axt vor allem bekannt geworden durch Herrn Schillers Wilhelm Tell und dessen Zeile von der Axt, die im Haus den Zimmermann ersetzt. Will sagen: Wenn du selbst was kannst, spar dir den Fachmann. Weise! Die Obis dieser Welt, was wären sie ohne die Schillers Axt?

Oder: sich wie die Axt im Walde, die sprichwörtliche, benehmen: wie eine Sau irgendwo wüten, alles umsäbeln.

Oder: eine Axt an eine Sache legen, also einem Umstand ans Grundsätzliche gehen, indem man die Wurzel freilegt.

Und das Beil? Kommt aus dem Mittelhochdeutschen, hieß dort bil. Hackebeil, das Mordgerät von Herrn Haarmann aus Hannover, fällt mir sofort ein, Teil eines Kinderreims.

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