Quizzen Sie mit dem Duden!

Schauen Sie sich doch mal an, was der Duden-Verlag da anbietet: ein Büchlein, um Allgemeinbildung zu testen. Gute Idee. Was mich aber vor allem interessiert, ist dies: Ist es dudenkonform, aus dem Wort Quiz das Verb quizzen zu machen? Nun sagen Sie nicht, der Duden mache keine Fehler, denke Sie nicht, dass alles, was die Duden-Leute machen, auch so im Duden steht – weit gefehlt.

Die Frage ist also erlaubt. Ich war mir sicher, dass quizzen ein Wort ist, das nicht im Duden steht – und täuschte mich. Dies steht im Duden: (umgangssprachlich seltener):  1. ein Quiz veranstalten. 2. an einem Quiz teilnehmen, bei einem Quiz mitraten.

Hätten Sie es gewusst?

Wobei man sich da fragt, aus welcher Sprache das Wort Quiz eigentlich kommt. Hawaiianisch? Ein Turk-Dialekt? Afrikaans, aus dem Gälischen? Pustekuchen, Die Antwort ist leicht, der Duden gibt abermals Auskunft: Die Bezeichnung fŸür ein Frage-und-Antwort-Spiel wurde im 20. Jahrhundert aus gleichbedeutend englisch-amerikanisch quiz entlehnt. Die weitere Herkunft des englisch-amerikanischen Worts, das eigentlich „schrulliger Kauz, Neckerei, Ulk“ bedeutet, ist dunkel.

Der Anglizismenindex übrigens, die Bibel der Gegner von Übernahmen und Ergänzungen aus dem Englischen, nennt das Wort Quiz „ergänzend“ und schlägt Ratespiel oder Rätselspiel vor. Dieses Buch ist jüngst in der 2012-Ausgage mit 7.400 Anglizismen erschienen, kostet 15 Euro und kann hier bestellt werden.

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