Wenn einer beim Schreiben denkt …

141022_EisladenDas ist ja auch verdammt schwer. Das mit dem Wort Eis bekommen wir gerade noch hin. Softeis geht auch noch. Und das andere Wort mit -eis am Ende, das Wort Milchr(!), schaffen wir ebenfalls.

Und dann haben wir da noch Ben&Jerry’s. Ganz schwierig, beim Apostroph vor allem. Hat uns der Mann von der Druckerei auch nicht helfen können. Der hat gesagt, dass schließlich wir den Saftladen betreiben. Er kann nur Druck machen und so.

Und erst haben wir gedacht, Ben&Jerry’s sei ein Ei. Ist aber ein Eis. Haben wir dann korrigiert. Mit der Hand. Macht ja nichts.

Bei der Obstschale haben wir lange nachgedacht. Ist aber richtig so, oder? Danach wurde es aber richtig schwierig. Die Muffins und die Donuts … wir sind wirklich nicht sicher. Geht das so? Na, wird schon.

Und dann schicken uns unsere Lieferanten immer noch so braune Süßigkeiten. Die nennen die Braunies oder Brauwnies. Schon wegen der Farbe. Gestern war so ein Neunmalkluger da und meinte, die würden mit oh weh geschrieben. Verstehen wir nicht. Oh weh? Der hat dann drei gekauft, als wir ihm versprochen haben, das dann mal zu ändern. Meint der Brownies?

Cous-Cous ist so was Arabisches. Reis oder so was, oder Hirse*. Kennen wir nicht, geht aber gut weg über die Theke bei denen aus Afrika. Die sagen alle Kusskuss. Wir finden, dass es so geschrieben gut aussieht. Wie beim Küssen. Aber dann kamen meine Frau und mein Partner seine Schwester und meinten, dass das mehr nach Knutschen als nach was Leckeres aussieht. Haben wir dann geändert. Sie verstehen schon, man will den Araber ja in der heutigen Zeit nicht verärgern.
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Non scholae … Unterm Strich was fürs Leben
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Ganz so einfach ist das mit dem Couscous oder Kuskus – so lässt es der Duden zu – aber wirklich nicht. Vor allem der Duden verwirrt. Denn neben den orthografischen Angaben schaut er noch mal in die Küche des Maghreb: nordafrikanisches Gericht aus Weizen-, Hirse- oder Gerstenmehl, Hammelfleisch, verschiedenen GemŸsen und Kichererbsen, sagt Das große Wšörterbuch der deutschen Sprache, 14. Aufl. Mannheim 2012. Und das ist ziemlich falsch. Couscous, so sagt es Wikipedia richtig, wird aus befeuchtetem und zu Kügelchen zerriebenem Hartweizengrieß, Gerste oder Hirse hergestellt. Couscous wird zum Garen nicht gekocht, sondern über kochendem Wasser oder einem kochenden Gericht gedämpft. Couscous ist also nur die Basis eines Gerichts mit Fleisch. Wir würden sagen: die Sättigungsbeilage, kein ganzes Gericht.

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