SU ferşenkin … alles klar!

Lesen Sie erst einmal, bevor Sie schmunzeln; schmunzeln Sie bitte nur! Zu mehr als einem freundlichen Lächeln gibt es nämlich keinen Anlass – zu Häme schon gar nicht.

SU ferşenkin steht da, und Sie haben sicherlich, ebenso wie ich, erst beim zweiten Lesen begriffen, was uns der Autor sagen will. Sie haben sich lautmalerisch vors Hirn führen müssen, dass der Stuhl zu verschenken sei. Und jetzt näher ran an dieses Bild, das mir Elena Perschin von der Bünder Agentur Hoch5 zur Verfügung gestellt hat.

Erstens ist da offensichtlich jemand des Deutschen nicht mächtig, einerseits. Und andererseits mitfühlend genug, den Stuhl nicht durchs Fenster auf den Hof zu expedieren.
Zweitens hat er wohl einen Deutschkundigen gefragt, wie er es denn am besten ausdrücke, wenn er etwas umsonst abzugeben habe und sich zu verschenken gemerkt, um dann …
(3) … daran zu scheitern, diesen Hinweis so zu ferbuchstabeln, wie es den Konventionen in diesem Land genügt. Er hat es getan, wie er es wohl …
(4) … im Türkischen tun würde. Für einen türkischen Urheber spricht, dass Türken das deutsche Wort zu so sprechen, als meinten sie su, Wasser auf Deutsch. Für türkische Urheberschaft spricht auch, dass das S mit Cedille (das Komma unter den S) wie ein SCH gesprochen wird.

Ob man nun überdies die Präfix-Silbe fer oder ver schreibt. Was soll’s?, fragte schon Verdinand Ferdi, der große Komponist aus Fenedig in seinen vormidablen Vahrrad-Ferleih-Opern Zauberflöte und Videlio. Im Zettelchen-Fall gilt: Jeder versteht, was gemeint ist.

Mäßiger Scherz mit aktuellem Bezug am Rande: Missverstanden hätte es der Kapitän eines italienischen Kreuzfahrers, wenn dieses Zettelchen an seiner Brücke geklebt hätte. Italiener lesen die Cedille nicht …

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