Was ist das denn?

Es gehört zu den Gepflogenheiten zivilisierter Mitteleuropäer, sich beim Stehen an Schlange vor der Edeka-Kasse behilflich zu sein beim Trennen der Waren, damit die freundliche Kassierin nicht durcheinanderkommt. Stand da also am Samstag und wollte die Dame vor mir bitten, mir dieses Dings zum Abgrenzen mal zu reichen.

Und ich wusste nicht, wie ich das Dings benennen sollte. Ich sagte wirklich Dings und hoffte, dass niemand in der Schlange wusste, dass ich freiwillig, nebenberuflich, pro bono und seit acht Jahren über die deutsche Sprache blogge.

Können Sie mir mal das Dings reichen?

Wirklich so gesagt. Die Dame wusste, was ich meine. Krebsrot legte ich ein weiteres Dings hinter meine Waren; der nachfolgende Herr sagte Dank. Er muss sich gewundert haben, denn ich beschloss in diesem Moment nicht nur, Ihnen, liebe treue Leserinnen und Edeka-Kunden, das Problem am Montag aufs Band zu legen …

… sondern auch noch zu knipsen. Knipsen Sie mal am Samstag im Edeka Ihre Waren!

Man hält Sie bestenfalls für einen krankhaft Misstrauischen in der Angst vor Verlust seiner Gurkengläschen, schlimmstenfalls für jemanden, der zum XXX wirklich Dings sagt.

Also, wie hätten wir es denn gern? Wie heißt das Dings – ich habe wirklich keine Ahnung.

  • Laufband-Trenner
  • Waren-Trenner
  • Kunden-Trenner
  • Waren-Begrenzer
  • Trennschild
  • Trennständer
  • Band-Aufsteller
  • Trenner
  • Das Ich-von-da-bis-Hier
  • Das Dem-Herr-seins-zahl-ich-Nicht
  • Kunden-Begrenzer
  • Waren-Marker
  • Laufband-Stopper
  • Kunden-Separierer?

Oder haben wir schon was Englisches dafür? Merchandise Separation Tool. Wäre doch was.

Können Sie mir bitte das MS Tool given.

Ich frage Sie allen Ernstes. Haben Sie Ideen?

6 Kommentare zu "Was ist das denn?"

  1. Leif-Ove Murayama | 21. Oktober 2019 um 11:27 | Antworten

    Ihr Warentrenner hat zwar nicht die klassische dreieckige Form, aber von eben dieser hat er seinen Namen in der Schweiz: Kassentoblerone. Dort und vermutlich auch in Liechtenstein heißt er also Kassentoblerone, ansonsten normalerweise Warentrenner. Mit „das“ wie in „Reich mir das mal bitte rüber!“ kommt man aber auch recht weit. Für den Hochadel und die Anhänger des ach so beliebten Beamtendeutschs heißt „das“ freilich Warenseparationsindikator.

    • Kassentoblerone finde ich kassig … ähhh klassig! Aber noch feiner, als Sohn eines Regierungsbeamten, natürlich den Indikator. Danke, Herr Murayama. Das versuche ich mal. „Können Sie mir bitte mal den Warenseparationsindikator reichen?“ Ich fürchte, die entziehen mir mein Rabattmarkenheftchen …

  2. Der Markt, lieber Herr Lohmann, ist ja angeblich so schlau. Daher einfach mal gesucht, wie die Leute das Teil nennen, die es verkaufen:
    Entweder „Kassentrennstab“ (auch kurz „Kassentrenner“) oder eben „Warentrenner“.
    https://www.vkf-renzel.de/kassentrennstab-warentrenner-do-40-20-0181-4.html
    Schönen Gruß
    Stephan Waldscheidt, der froh ist, auf Ihre Seite gestoßen zu sein (über Ihr Intervie im Tempest, für den ich auch lange Jahre geschrieben habe).

    • Lieber Herr Waldscheidt, das ist ja nett. Erstens kenne ich Sie von Ihren Taten und Worten und freue mich sehr. Zweitens gefällt mir Kassentrennstab gut. Immer auf der Suche nach feinen deutschen Wörtern …

  3. Gelegentlich wird es auch Näkubi genannt, ein Silbenkurzwort aus „nächster Kunde, bitte“.

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