Wenn das mal nicht zu viel wird …

Ach, wir lieben sie doch alle, diese Leser, die Buch um Buch verschlingen, die ihre freie Zeit in der Lese-Ecke verbringen, die lieber die Nudeln anbrennen lassen und den Whisky(!), als aus dem Kapitel auszusteigen für irgendetwas Profanes – hier: den Duden. 

Der Fragesteller in diesem Buchlese-Forum auf Facebook legt das böse Wort schon vor. Es geht um Leser, die sich in diesem Jahr – Bild-Knips-Tag: 3. Januar 2020 – schon Bücher gekauft haben. Oder noch nicht. Der Wettbewerb heißt wohl: Wer hält es länger ohne Buch-Neukauf durch als andere?

Wer hat schon in die Taschen gegriffen und ist eskaliert?

Manno! Eskalieren bedeutet: sich [allmählich] steigern, verschärfen, ausweiten. Ich finde es problematisch, dass der Duden überhaupt bei der Konjugation des Verbs die Ich-Form, die Du-Form und anderen Formen zulässt. In meinem Sprachgefühl kann nur etwas eskalieren. Die Strompreise zum Beispiel … ein Konflikt. Und das war es schon.

Aber niemand kann beispielsweise in einem Buchladen eskalieren, weil er fünf Bücher mitnimmt. Der liest einfach gern, der deckt sich ein, weil er aus Kleinschoppershofhausen-West kommt und nur selten in Kreisstadt den Buchhandel betritt. Aber der eskaliert doch nicht …

Oder doch.

Wir schließen kurz die Augen und denken uns eine feinere Welt. Eine, in der die Grammatik stimmt, der Duden geehrt wird und geküsst und in der Menschen nicht alles nachplappern.

Hier tun sie es. Lesen Sie mal! Zwei sind tatsächlich eskaliert.

Eine erwischte es noch im alten Jahr 2019. Am Silvestertag … sieben Bücher … daher erst mal clean.

Und wir stellen fest: Das neue Jahr eskaliert; es beginnt so, wie das alte in den Ruhestand ging.

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