Wie sich etwas durchsetzt …

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Wenn Sie annahmen, Zeitungsredaktionen setzten jeden Tag das Fernsehprogramm eines Tages neu, haben Sie sich getäuscht. Zeitungsredaktionen werkeln bei den Programmlisten eines Tages digital, sie greifen auf die Arbeit von Agenturen zurück, die wiederum auf die digitalen Informationen der Sender angewiesen sind. So sollte es uns also nicht wundern, wenn sich Blödsinn durchsetzt. Gedankenlos unkorrigiert.

Das sage ich ohne jeden Seitenhieb auf Tageszeitungen, denn die arbeiten in der Tat mit immer weniger Personal; die können niemanden anstellen, der auch noch gegenliest, was die Agenturen von den Sendern übernommen haben.

Vor ein paar Tagen hatte ich die Fernsehbeilage des Sterns aufgegriffen, der das Millionen Rennen, gestern Abend in der ARD, ankündigt. Tagesaktuell dann dies in meiner Heimatzeitung, der Nürnberger. Immer noch ein Titel mit zwei Nomen nebeneinander. Na, bravo!

Nun aber ein Gedanke dazu, der zur Ehrenrettung der ARD gereichen soll: Natürlich darf ein Sender seine Sendungen nennen, wie er will. Wir schreien ja auch nicht auf, wenn jemand seinen Laden oder seine Firma so nennt, dass es anderen der Sau graust. Das musste gesagt werden. Andererseits hat natürlich das Millionen Rennen überhaupt keine andere Bedeutung als etwa das bindegestrichelte Millionen-Rennen, so dass hier nicht die beschwichtigende Ahnung über ein besonderen Nachdenkens naheliegt, sondern einfach nur: Nachlässigkeit.

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