Melanies Freiheit – und Waldi wufft

Sie sollen nach links schauen, zu Melanie, nicht zum Schnuffi-Wuffi-Hundi, um den geht es erst später. Links, wo Melanie ihre Blumen an die Frau bringt. Melanie hat gewiss meinen Beitrag gestern gelesen, in dem es um den fehlenden Binder zwischen Substantiven geht. Hier fehlt er zwischen Blumen und Boutique, ohne Frage. Melanie wird noch im Februar das Zeichen zwischen die beiden Wörter setzen, da bin ich sicher.

Sie klagen, dass ich nicht das Genitiv-S, das falsche bei Melanie’s, beklage? Wissen Sie, warum? Ich habe im vergangenen Jahr irgendwann geschrieben, dass ich mich darum nicht mehr kümmere. Melanie darf das. Sie darf ihren Laden nennen, wie sie will. Sie darf daher auch Blumen und Boutique binderlos binden, darf sie. Einen Binder zu setzen, wäre nur nett, sonst nichts.

Melanie, und wenn Sie schrieben Meine’s BluhmenButike, dürften Sie das, machen Sie, ist okay. Ist vielleicht sogar unterhaltsam, weil es Aufmerksamkeit erregt unter den sogenannten Sprachwahrern, deren Gesichtsfeld hinter dem vermeintlich falschen Genitiv-S ins Bodenlose stürzt. Kann ein Gesichtsfeld stürzen? Ach, Sie wissen, was ich meine.

Kommen wir zu Waldi. Der dackelt für einen B.A.R.F Shop. Ehrlich gesagt, ich wusste nicht, was das ist. Erst dachte ich an einen Bark Shop mit falscher Schreibung, von to bark für bellen. Ist nicht. Barf steht für Born-Again Raw Feeders, sagt Wikipedia, für „wiedergeborene, besser vielleicht: wie Neugeborene (ML) Tiere, die mit roher Nahrung gefüttert werden“. Nix Schappi und die Kartoffeln von gestern.

Habe ich nicht verstanden. Kein Wunder, denn Barf steht auch für Bones and Raw Foods, sagt ebenfalls mein Wikipedia, für „Knochen und rohes Futter“. Oder es kürzt ab: Biologically Appropriate Raw Food, also „biologisch artgerechte Fütterung“. Jedenfalls scheint es irgendetwas extrem Gesundes für Vierbeiner zu sein. Und wohl nichts für Hundefrauchensherrchens, die selbst nur am Gemüse zuzzeln und die Biobratlinge mit hochbiologischem Öl in die Pfanne werfen.

Und noch etwas: Wie oben erwähnt, tippte ich erst auf to bark, bellen. Und nun kommt der Knaller, denn to barf heißt auch kotzen. Und nun loben und preisen Sie bitte mal meinen Einfallsreichtum. Ging es nicht in diesem Tagebuch vor ein paar Tagen noch um einen Jagdumhang mit einem seltsamen Namen? ω Klicken Sie hier.

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